Der Heilige Goar

Die Stadt St. Goar verdankt ihren Namen dem gleichnamigen, aus Aquitanien (Südwestfrankreich) stammenden Mönch, der sich um 530 hier niederließ.

Als Einsiedler lebte er zunächst in einer Felsenhöhle flussaufwärts von St. Goar. Mit Erlaubnis des Trierer Bischofs missionierte er die Landbevölkerung, speiste die Armen und setzte sich für Reisende und Kranke ein.

Als aufgrund seiner Popularität immer mehr Menschen zu ihm kamen, siedelte er an die Stelle der heutigen Stadt um, gründete dort ein Hospiz und ließ eine Kapelle errichten.

Goar starb um das Jahr 575.

Nach seinem Tod wurde Goar wegen seines frommen Lebenswandels als Heiliger verehrt, sein Grab entwickelte sich zu einer vielbesuchten Wallfahrtsstätte.

Trotz intensiver Bemühungen wurde Goar nie heilig gesprochen. Seiner Verehrung schadete dies nicht, er galt und gilt am Rhein als Volksheiliger.

In der Vita sancti Goaris sind Geschehnisse aus seinem Leben und Ereignisse, die sich an seinem Grab ereignet haben sollen, überliefert.