11. Juli 2008

Die St. Goarer Senioren nutzen ihr Langzeitgedächtnis

Unser Bild aus dem Jahr 1914 zeigt v.l.n.r. das Hotelierehepaar Franke vom damaligen Hotel „Goldene Kette“ und den erfolgreichen Petri-Jünger Jakob Goedert, genannt Vetter Jakob, mit einem prächtigen Rheinsalm

Die Zahl der Teilnehmer an den monatlichen Treffen der St. Goarer Senioren, die sich um die Aufarbeitung der Geschichte ihrer Heimatstadt bemühen, wird immer größer. Bei der jüngsten Zusammenkunft, bei der im Rahmen einer Powerpoint-Präsentation von Stadtbürgermeister Walter Mallmann fast einhundert Fotos von St. Goarer Persönlichkeiten aus dem ersten Viertel des vergangenen Jahrhunderts gezeigt wurden, musste im geräumigen Saal „Graf Diether“ der neuen Rheinfelshalle bereits enger zusammen gerückt werden.

Bei diesem Treffen gelang es, die meisten der im Bild aus der so genannten Wilbert-Sammlung des Stadtarchivs gezeigten Personen und auch die Örtlichkeiten, an denen die Aufnahmen gemacht wurden, zu identifizieren. Da wurden aus der Erinnerung an Hand von Zäunen, Treppen, Mauern, Kellertüren und sogar alten Bäumen die einzelnen Standorte ermittelt, die heute längst ein anderes Aussehen haben. Daraus konnten dann mehrfach Rückschlüsse auf die im Bild gezeigten Personen getroffen werden.

Allerdings blieben noch zahlreiche Fragen offen, deren Antworten nach weiteren Recherchen zu geben sein werden, da die jeweils von den Zeitzeugen getroffenen Feststellungen nicht immer einheitlich waren. Dazu werden noch vorhandene Telefonbücher aus alter Zeit und frühere standesamtliche Nachrichten zu Rate gezogen. Walter Mallmann: „Unsere Arbeit ist zwar sehr zeitaufwändig, aber hoch spannend und für künftige Generationen ganz bestimmt von großem Wert.“