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11. November 2008

Rheinfels-Schüler auf karnevalistischer Schulwanderung

Michael Olk, in der Fassenacht St. Goars souveräner Sitzungspräsident, erklärte in einer humorvoll gereimten Proklamation seine protokollarischen Aufgaben, die er bis zum Aschermittwoch zu erledigen hat.

Mit einer ganz besonderen Idee starteten die St. Goarer Karnevalisten am 11.11. des Jahres in die neue Session: Der spätherbstliche Wandertag der St. Goarer Rheinfels-Schule stand ganz im Zeichen rheinischer Fassenacht.

Es ist den Wanderfreunden „Rheinfels“ St. Goar unter dem Vorsitz von Stadtbürgermeister Walter Mallmann in den vergangenen Jahren mehrfach im Jahr in Abstimmung mit Schulleiterin Marlene Eberhard trefflich gelungen, das Klassenzimmer der örtlichen Grundschule in die freie Natur zu verlegen, befreundete städtische Vereine und Organisationen originell in das jeweilige Programm einzubeziehen, heimisches Brauchtum zu vermitteln und den Kindern damit gleichzeitig eine große Freude zu bereiten. Diesmal waren die Aktiven der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß und die Werlauer Möhnen mit von der Partie.

Am Rheingoldbad, dem Start der von Wanderwart Jürgen Goedert in der Werlauer Gemarkung sorgfältig ausgesuchten Wanderroute, erklärte Michael Olk, in der Fassenacht St. Goars souveräner Sitzungspräsident, in einer humorvoll gereimten Proklamation seine protokollarischen Aufgaben, die er bis zum Aschermittwoch zu erledigen hat.

Dieter Roth, St. Goars karnevalistisches Urgestein, wusste hoch oben über dem Rhein in seiner unnachahmlichen Art den Kindern die Geschichte, den Sinn und den Zweck einer Büttenrede nahe zu bringen.

Auf dem Aussichtspunkt „Werlauer Pilz“, den die Kinder bei ihrer Tour rasch erreicht hatten, war die Bütt aufgebaut. Dieter Roth, St. Goars karnevalistisches Urgestein, an diesem Vormittag auf dem geografischen Höhepunkt seiner Jahrzehnte währenden Büttenrednerkarriere angelangt, wusste hoch oben über dem Rhein in seiner unnachahmlichen Art den Kindern die Geschichte, den Sinn und den Zweck einer Büttenrede nahe zu bringen. Großzügig schenkte er seinen begeisterten jugendlichen Fans originelle Karnevalsorden, die ihm Laufe seiner langjährigen Narrenzeit überreicht worden waren.

Am Rastplatz auf dem Hartenberg erfuhren die jugendlichen Wanderer durch die von Franz-Josef Schwarz, Friedhelm Pabst, Günter Theisges, Berni Opfer und Jürgen Goedert gesungenen Bänkellieder die Geschichte der Bänkelsänger früherer Jahrhunderte. Dass in ihren Texten die Heimatstadt St. Goar besonders gut weg kam, musste nicht verwundern.

Werlaus Obermöhn Helga Brück (im Bild links) wusste die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Möhnen im rheinischen Karneval, so als wäre schon Weiberdonnerstag, eindrucksvoll zu erklären.

Die Werlauer Möhnen empfingen die Kinder bei ihrer nächsten Rast an der alten Schule in St. Goar-Werlau. Obermöhn Helga Brück wusste deren Wichtigkeit und Notwendigkeit im rheinischen Karneval, so als wäre schon Weiberdonnerstag, eindrucksvoll zu erklären.

Am Etappenziel im Saalbau der alten Weinstube in St. Goar-Werlau traten bestens trainierte Mitglieder der Nachwuchsgarde der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß unter der sachkundigen Leitung von Daniela Olk auf, die der in dieser Weise einmaligen Schulwanderung ein prächtiges Finale bot. Schulleiterin Marlene Eberhard bedankte sich im Namen ihres Kollegiums und ihrer Kinder bei allen Mitwirkenden für das wunderbare Erlebnis.