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10. November 2008
Die Trauben im St. Goarer Schlossberg sind geerntet
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Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich die „Erntehelfer“ des Weinkonvents zum Hl. Goar im Weinberg unterhalb der Burg Rheinfels zur Lese eingefunden.
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Es wird sich zeigen, ob Winzermeister Gerhard Lambrich sich das Beste bis zum Schluss aufbewahrt hatte. Ein Gutes, das steht schon heute fest, wird es ganz bestimmt werden. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich die hoch motivierten „Erntehelfer“ des Weinkonvents zum Hl. Goar im Weinberg unterhalb der Burg Rheinfels, der vom Mittelrhein-Weinbaupräsidenten im Auftrag der Stadt St. Goar bewirtschaftet wird, eingefunden, um die Trauben des zweiten Jahrgangs des Vinum Sancti Goaris in den Keller zu bringen.
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Der Betrieb der dort installierten Monorackbahn, diesmal von Hubertus Jacoby gesteuert, ersetzte das ansonsten in der Steillage mühselige Tragen mit der Kiepe.
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Konventspräsident Reinhard Franz und sein Leseteam, von denen sich einige an die schönen Tage ihrer Jugendzeit erinnerten, als sie mit großer Freude „in den Herbst“ gingen, hatten zur Mittagszeit das Werk bereits vollendet und beendeten die diesjährige Ernte bei einer deftigen Vesper auf dem Alexanderplatz. Dabei ersetzte der Betrieb der dort installierten Monorackbahn, diesmal von Hubertus Jacoby gesteuert, das ansonsten in der Steillage mühselige Tragen mit der Kiepe, auch wenn dabei ein Stück nostalgisch gepflegter Romantik verloren ging.
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Das Leseteam beendete die diesjährige Ernte des Vinum Sancti Goaris bei einer deftigen Vesper auf dem Alexanderplatz.
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Ganz offenbar hat sich der verzögerte Termin der Lese gelohnt. Mit 85 Grad Oechsle und einer Säure, die sich in den letzten Tagen vor der Lese auf 9 Promille reduziert hatte, ist erneut ein guter Riesling zu erwarten, der feinherb ausgebaut werden wird. Aber auch die Quantität der Ernte ist zufrieden stellend. Ob allerdings, so wie im vergangenen Jahr, wieder 1.300 Flaschen des unter Kennern bereits als Kultwein bezeichneten Vinum Sancti Goaris abgefüllt werden können, ist noch nicht ganz sicher.
Zum Entsetzen von Stadtbürgermeister Walter Mallmann, der auch die diesjährige Ernte bereits im Voraus vermarktet hat, waren kürzlich völlig unerwartet einige Wildschweine in den Weinberg eingedrungen und zumindest ein Zehntel der dort gewachsenen Trauben, so, als wäre ein Vollernter im Einsatz gewesen, abgefressen. Mallmann: „Für das kommende Jahr werden wir zur Minderung des beträchtlichen Wildschadens entsprechende Vorkehrungen treffen müssen.“
Soviel steht aber heute schon fest: Die Inhaber der Vinum Sancti Goaris-Optionsscheine können, unbeeindruckt von jeder internationalen Finanzkrise, erneut einen köstlichen Jahrgang vinologischer Dividende einfahren und die Stadt St. Goar kann ihre nächstjährigen hoch betagten Altersjubilare mit einem originellen Geschenk erfreuen.