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01. November 2008

Förderverein hält St. Goarer Lotsentradition aufrecht

Das St. Goarer Lotsenmuseum ist mit seinen Außenanlagen eine touristische Attraktion am Rheinufer

Die Tradition der Wahrschauer und Lotsen aufrecht zu erhalten, die einstmals in St. Goar die wichtigsten Berufe waren und die mit ihrem Dienst für die Schifffahrt am Mittelrhein einen verantwortungsvollen Dienst verrichteten, das ist der Auftrag, den sich die Mitglieder des dortigen Fördervereins Wahrschauer- und Lotsenmuseum auf ihre Fahne geschrieben haben.

Schon vor zehn Jahren haben sie unter der Leitung des damaligen Ortsvorstehers Kurt Hubrath das ehemalige Wahrschauerhaus am Bankeck zu einem kleinen Museum eingerichtet und erklären dort seit dieser Zeit während der Sommersaison mit ehrenamtlichem Einsatz und großer Sachkunde den zahlreichen Gästen die mittelrheinische Schifffahrt aus alter und neuer Zeit. Sie halten die von ihnen eingerichtete schmucke Anlage, die zu einer touristischen Attraktion geworden ist, in zahlreichen unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden in Ordnung. Einige von ihnen waren selbst Lotsen und sorgten zwischen St. Goar und Kaub für einen geordneten Schiffsverkehr auf dem Rhein.

Zum traditionellen Helferfest am Ende der Saison hatte Vorsitzender Friedjo Goedert zu einem kleinen Imbiss eingeladen, um das letztjährige Geschehen Revue passieren zu lassen und für das kommende Jahr neu zu planen. Aus Anlass des zehnjährigen Vereinsjubiläums soll im kommenden Jahr in der neuen Rheinfelshalle die bereits schon einmal mit großem Erfolg durchgeführte Ausstellung der St. Goarer Schifffahrtsgeschichte durchgeführt werden.

Die Versammlung wartete mit einer weiteren originellen Idee auf. Sie gab dem anwesenden Stadtbürgermeister Walter Mallmann den Auftrag, bei den in Kürze beginnenden Planungen im Rahmen des Wettbewerbs „Modellstadt St. Goar“ die Errichtung eines Lotsendenkmals in die Diskussion einzuführen, damit auf diese Weise auch in ferner Zukunft das Andenken an diesen Beruf, der die Stadt über Jahrhunderte prägte, nicht verloren geht.