26. Oktober 2008
Der Weinkonvent zum Hl. Goar freut sich auf neue Weinreise
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Die Mitglieder des Weinkonvents zum Hl. Goar verkosteten in Vorbereitung ihrer nächsten Weinreise beste Weine aus dem Piemont |
Mit einem „Benvenuti“ und einem Glas Asti spumante begrüßte Präsident Reinhard Franz die Mitglieder des Weinkonvents zum Hl. Goar im Hansensaal auf der Burg Rheinfels, denn es galt, die nächste große Weinreise vorzubereiten. Wichtige Reiseinformationen wurden durch edle Kredenzen des künftigen Reisezieles ergänzt.
Nachdem die erste Weinreise „Auf den Spuren des heiligen Goar“ durch verschiedene französische Weinregionen und zum Geburtsort des Stadtheiligen nach Ardin führte, geht es diesmal ins Piemont, dem Land „zu Füßen der Berge“.
Kellermeister Werner Eckes kredenzte den Weinfreunden einen repräsentativen Querschnitt der Weine dieser Region. Den Anfang machte ein aus der Cortese-Rebe gekelterter 2007er Gavi di Gavi, ein trockener Weißwein mit eleganter Säure und einem Anklang exotischer Zitrusfrüchte. Er bildete einen idealen Übergang zu den nachfolgenden Rotweinen.
Der 2006er Dolcetto di Dogliani überzeugte durch sein raffiniertes Fruchtaroma und seinen weichen Geschmack mit langem Nachhall. Dieser oft als italienischer Beaujolais bezeichnete Rotwein passt hervorragend zu den Antipasti-Vorspeisen. Dies konnten die Teilnehmer unmittelbar genießen, da einige Weinschwestern verschiedenste Varianten dieser italienischen Köstlichkeiten als liebevoll zubereitete Appetithäppchen vorbereitet hatten.
Den 2006er Nebbiolo d´Alba charakterisierte der Kellermeister als einen idealen Wein, wenn man Lust auf Erzeugnisse der Nebbiolo-Rebe hat, aber der Anlass weder die Stärke noch die Kosten eines aus dieser Rebe stammenden Barbaresco oder Barolo rechtfertigen. Der 2006er Barbera d´Asti Superiore verkörperte den Prototyp eines jungen, frischen Roten mit Fruchtaromen von Pflaume und Brombeere, rund und ausgewogen im Geschmack.
Das Finale der Weinprobe wurde von einem 2003er Barbaresco „Coste Rubin“ eingeleitet. Dieser Wein aus dem Château Fontanafredda bestach durch sein raffiniertes und weites Bukett von Früchten, Zimt und Karamell, wobei sich der elegante Geschmack geduldig entwickelte. Der letzte Wein, ein 2003er Barolo „Paesi Tuoi“ zeichnete sich durch einen reichen, kräftigen Geschmack und einen herrlichen, nachhaltigen Abgang aus.
Die abschließende Auswertung der Probe durch die sachkundigen Verkoster ergab einen eindeutigen Sieger: Den ersten Platz errang der Barbaresco, gefolgt vom Barolo und dem Barbera d´Asti, dessen Preis-Leistungsverhältnis sich allerdings als unschlagbar innerhalb der Gesamtprobe herausstellte.







