St. Goar soll Modellstadt am Mittelrhein werden
![]() |
Die Präsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Dagmar Barzen, überreichte Stadtbürgermeister Walter Mallmann einen Zuwendungsbescheid des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 125.000 Euro. |
Dazu war die Präsidentin nicht mit leeren Händen gekommen. Sie überreichte Stadtbürgermeister Walter Mallmann einen Zuwendungsbescheid des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 125.000 Euro. Das sind 80 Prozent der Wettbewerbskosten. Die Präsidentin hob in ihrer Festrede den immer stärker spürbaren Gemeinsinn am Mittelrhein hervor und lobte dabei besonders das große St. Goarer Engagement.
![]() |
Landrat Bertram Fleck nannte den Wettbewerb, an dem sich 25 Stadtplaner und Architekten aus Europa beteiligen werden, einen Quantensprung am Rhein. |
Für die Architektenkammer Rheinland-Pfalz, die gemeinsam mit dem Planungsbüro Stadt-Land-plus aus Boppard und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord das ehrgeizige Projekt betreut, lobte deren Geschäftsführer Dr. Michael E. Coridaß den Mut und das Miteinander aller Beteiligten an dem Projekt, das er als ein nachahmenswertes Beispiel ansieht.
Verbandsgemeindebeigeordnete Ursula Krick bezeichnete die Maßnahme als weiteren Meilenstein in der Geschichte der Stadt St. Goar, aber auch für das gesamte Welterbegebiet.
![]() |
Verbandsbeigeordnete Ursula Krick: „Wer vor zehn Jahren von der Idee einer `Modellstadt St. Goar’ gesprochen hätte, wäre bestenfalls nachsichtig belächelt worden, wahrscheinlich hätte ihn aber Schlimmeres erwartet.“ |
Stadtbürgermeister Walter Mallmann, der seit einem Jahr bei zahlreichen Behördengesprächen und Runden Tischen für die Bündelung der unterschiedlichen strukturellen Maßnahmen, die in St. Goar geplant sind, diskret aber unermüdlich geworben hatte, war überglücklich, ob des jetzt erzielten Ergebnisses.
Er ist sich jedoch, so erklärte er, mit dem Stadtrat bewusst, dass die Förderer selbstverständlich die Ergebnisse ihrer Großzügigkeit sehen wollen, da sie den Einsatz der Steuergelder, die bei der Realisierung des Wettbewerbs in Millionenhöhe in die Stadt fließen werden, letztendlich auch zu verantworten haben.
![]() |
| Der Geschäftsführer der Landesarchitektenkammer Rheinland-Pfalz, Dr. Michael E. Coridaß lobte den Mut und das Miteinander aller Beteiligten an dem Projekt, das er als ein nachahmenswertes Beispiel ansieht. |
„Wir wissen“, so Walter Mallmann, „dass die Realisierung des Wettbewerbs für uns nicht zum Nulltarif zu haben ist. Rund 500.000 Euro werden wir für den Ausbau der B 9 auszugeben haben, was aber nur rund ein Drittel der entstehenden Kosten ausmacht. Weitere 750.000 Euro kommen schätzungsweise durch die Neugestaltung der Plätze im Bereich Rathaus – Rheinfelshalle, im Bereich Markt- und Hansenplatz und die Schaffung von weiteren Parkplätzen in der Rheinstraße auf uns zu. Auch das ist nur ein Drittel der entstehenden Kosten. Bei der weiteren Neugestaltung des Rheinvorlandes im Abschnitt ,Hafen-Panzerrampe’ wird die Stadt nur in geringem Maße finanziell beteiligt werden.“
Das Ergebnis des Wettbewerbs, das der Bürgerschaft dann detailliert vorgestellt wird, soll in etwa einem halben Jahr feststehen. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Festveranstaltung waren sich alle einig: Es wird nicht langweilig in St. Goar.










