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12. August 2008

St.Goarer Stadtgeschichte: Sie ist oftmals spannend wie ein Krimi

Unser einhundert Jahre altes Foto zeigt die städtische Schwimmanstalt im Rhein.


„Wir heben immer noch neue ,Bodenschätze’“, das erklärte Stadtbürgermeister Walter Mallmann am Ende des jüngsten Seniorentreffens „St. Goarer Geschichte(n)“, denn alte Alben aus privaten Beständen fördern nach wie vor Stadtansichten aus vergangener Zeit zu Tage. Daraus stellt Stadträtin Hildegard Mallmann nach Themen sortierte Powerpoint-Präsentationen zusammen, deren Vorführung durch Stadtrat Gerhard Rolinger bei den monatlichen Treffen zu äußerst regen Gesprächen führt. Dabei moderiert Walter Mallmann die Diskussionen und protokolliert die festgestellten Ergebnisse. Inzwischen zählt der Kreis bereits über 40 Teilnehmer, die fast alle regelmäßig zu den Treffen erscheinen.

Zuletzt kamen fast 100 Fotos von St. Goarer Gebäuden – teilweise ein Jahrhundert alt – zur Ansicht. Nicht alle gezeigten Gebäude stehen heute noch. Diese aber zu identifizieren und zu beschreiben, das ist eine der Aufgaben, die sich die aktiven Heimatforscher gestellt haben. „Es ist oftmals spannend wie ein Krimi“, erklärt Walter Mallmann, „wenn wir von Zeitzeugen erfahren, welch wechselvolle Geschichte das eine oder andere Haus hat.“ Da war beispielsweise zu erfahren, in welchem Gebäude früher einmal die Mädchenschule, ein Kindergarten, ein Möbellager, eine Lederfabrik, eine Laubsägenfabrik oder eine Brauerei untergebracht waren. Auch der genaue Standort der vor einhundert Jahren im Rhein gelegenen Schwimmanstalt wurde festgestellt.

Walter Mallmann: „Unter dem Motto der alten Volksweisheit: ,Die Geschichte eines Hauses ist die Geschichte seiner Bewohner, die Geschichte seiner Bewohner ist die Geschichte der Zeit, in welcher sie lebten und leben, die Geschichte der Zeiten ist die Geschichte der Menschheit’, dokumentieren wir mit großer Freude das Geschehen in unserer Stadt, wenn auch in kleinen Schritten.“