19. Juli 2008
Die mittelrheinischen Weinbruderschaften trafen sich in St. Goar
![]() |
In der neuen Rheinfelshalle entbot Stadtbürgermeister Walter Mallmann den Gästen den Gruß der Stadt und führte in deren Jahrhunderte währende Weingeschichte ein. |
Um es vorweg zu nehmen: Es wurde eine acht Stunden währende, glanzvolle Präsentation, bei der wieder einmal der 2007 erstmals geerntete „Vinum Sancti Goaris“ aus dem Schlossberg zum Tüpfelchen auf dem „i“ der probierten Weine wurde.
![]() |
In der Philipps-Mühle, dem kürzlich stilvoll restaurierten Winzerbetrieb im Gründelbachtal, an dessen Hängen auch der meiste St. Goarer Wein wächst, stärkten sich die Gäste bei einem lukullischen Mahl. |
Mit dem Burg-Express ging es zur Philipps-Mühle, dem kürzlich stilvoll restaurierten Winzerbetrieb im Gründelbachtal, an dessen Hängen auch der meiste St. Goarer Wein wächst. Zum Höhepunkt des sonnigen Tages wurde im Burghof auf der Rheinfels die große Probe der St. Goarer Weine, jeweils selbst von den Winzern Peter Schneider, Jürgen Wiegand, Thomas Philipps und Gerhard Lambrich präsentiert.
![]() |
Die große Weinprobe fand im Hof der Burg Rheinfels statt: Unser Bild zeigt v.l.n.r. Stadtbürgermeister Walter Mallmann (St. Goar) Präsident Dr. Randolf Kauer (Bacharach), Winzer Josef Philipps (St. Goar), Präsident Hans-Peter Schüz (Boppard), Präsident Reinhard Franz (St. Goar), Winzer Gerhard Lambrich (Oberwesel-Dellhofen), Winzer Jürgen Wiegend (St. Goar), Winzer Thomas Philipps (St. Goar) und Kellermeister Werner Eckes (St. Goar). |
Natürlich wurde auch hier noch einmal die fast unglaubliche Geschichte der Wiedererweckung des St. Goarer Schlossberges im Jahre 2005 als zentraler Weinlage der Stadt ausführlich erörtert. Schlossberg-Winzer und Mittelrhein-Weinbau-Präsident Gerhard Lambrich dankte den Initiatoren Stadtbürgermeister Walter Mallmann und Thomas Burg von der Weinbaubehörde für ihren Mut zu dieser visionären Idee mit Beispielcharakter für andere Weinorte am Mittelrhein. Dem UNESCO-Wunsch nach Wiederherstellung der alten Weinlagen hat St. Goar ohne Zögern entsprochen – und wie man jetzt weiß, mit Erfolg und Geschmack.
Die abschließenden Worte der Gäste dieses Tages drückten über den von ihnen nicht erwarteten vinologischen Höhepunkt des Jahres in St. Goar ihre Bewunderung und auch ihre Überraschung aus. Andreas Schmelzeisen aus Oberwesel, Hans-Peter Schüz aus Boppard, und Prof. Dr. Randolf Kauer aus Bacharach lobten als Vorsitzende der nachbarlichen Weinbruderschaften die St. Goarer Freunde: „Ihr habt etwas vollbracht, auf das wir alle stolz sind. Wo nichts mehr war, da habt Ihr die alte Weinkultur wieder hergestellt.“









