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21. April 2008

Mehr Licht für Wohnungen in der St. Goarer Altstadt

Ein Gläschen guten Mittelrheinweins fürs Gelingen: SGD-Vizepräsidentin Monika Becker (Mitte) stellte jetzt den prämierten Entwurf für das Bauvorhaben der Familie Krick in St. Goar vor. Mitten in der Altstadt soll hier moderner und dennoch welterbegemäßer Wohnraum geschaffen werden.


In vorbildlicher Weise integriert die Stadt St. Goar ihre Projekte der Stadtsanierung in die Bemühungen, das Welterbe Mittelrheintal attraktiver zu gestalten. Aber auch einzelne St. Goarer Bürger gehen mit gutem Beispiel voran: So konnten jetzt erneut die Ergebnisse eines Architektenwettbewerbs vorgestellt werden, bei dem es dieses Mal um die optimale Gestaltung eines Wohnbauvorhabens im Kernbereich der Stadt geht. Ein besonderes Vorzeige-Projekt, denn: Das Schaffen von modernem, zeitgemäßem Wohnraum im historischen Altbaubestand wird eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben im Welterbe-Tal.

Die „sensible Gestaltung eines Neubaus in Verbindung mit zwei bestehenden Altbauten inmitten der historischen Kernstadt von St. Goar“, so lautete kurz gefasst die Aufgabe, der sich sechs Architektenbüros in den vergangenen Monaten im Rahmen eines Architektenwettbewerbs der „Initiative Baukultur“ gestellt haben.

Die Ergebnisse wurden jetzt samt der Prämierung durch eine fachkundige Jury in den Räumlichkeiten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord von SGD-Vizepräsidentin Monika Becker präsentiert. Dabei zeigte sich, wie gut die strengen Kriterien der Jury und die Vorstellungen der Bauherrenfamilie übereinstimmen: Der mit dem ersten Preis ausgezeichnete Entwurf des Büros Stein und Hemmes aus Kasel bei Trier ist auch der Favorit von Familie Ursula und Stefan Krick.

In den nächsten Monaten wird sich Familie Krick mit den Architekten zusammensetzen, die Detailplanung erarbeiten und letzte Finanzierungsfragen klären. Schon im Herbst kann es dann losgehen. „Als erstes muss ein Altgebäude abgerissen werden“, so Stefan Krick. „Da ist es sinnvoll, damit erst nach der Tourismussaison zu beginnen.“ „Realistischerweise“, so ergänzt das Architektenteam, können die Bauarbeiten dann im kommenden Frühjahr starten.

Allen sechs Entwürfen gemeinsam sind innovative Lösungen, so Vizepräsidentin Becker, um mehr Licht in das neu zu gestaltende Gebäudeensemble zu bekommen. Denn die Häuser stehen mitten in der eng bebauten St. Goarer Altstadt – eine schwierige Aufgabe für die Planer. An dem Entwurf der Architekten Hans-Jürgen Stein und Thomas Hemmes lobte daher der Vorsitzende des Preisgerichts, Albert Urig, insbesondere, dass dieser mit sehr „sinnvollen und einfachen Mitteln“ sein Ziel erreicht habe. So galt es den umgebenden Bestand zu akzeptieren und trotzdem interessante Akzente zu setzen. Dazu gehört auch eine Dachterrasse, die die Wohnqualität enorm steigert. Vorgesehen ist zunächst, eine Wohnung für die Inhaberfamilie zu realisieren, als Option sind weitere sechs Wohneinheiten „angedacht“.

Finanziert wurde der Wettbewerb vom Finanzministerium des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen der „Initiative Baukultur“, die das Ministerium gemeinsam mit der SGD Nord, dem Zweckverband und der Architektenkammer des Landes ins Leben gerufen hat. Den SGD-Nord-Mitarbeitern, die die „Initiative Baukultur“ mit Leben erfüllen, galt denn auch der besondere Dank nicht nur der Vizepräsidentin Becker, sondern vor allem auch der Bauherren und des St. Goarer Stadtbürgermeisters Walter Mallmann.

Dieser lobte zunächst das Engagement der Familie Krick, die den „Mut hatte, ein solches Abenteuer auf sich zu nehmen“, und freute sich zugleich auf den nächsten, von der „Initiative Baukultur“ organisierten Architektenwettbewerb. Denn nach dem Flairhotel „Landsknecht“ und dem Bauvorhaben „Krick“ ist die Stadt St. Goar selbst an der Reihe, soll doch auch für die in Kürze anstehende Neugestaltung von Hansen- und Marktplatz samt B 9-Erneuerung wiederum gemeinsam eine optimale welterbe-gemäße Lösung gefunden werden. SGD Nord ugr