18. April 2008
Millionen werden in St. Goar investiert
Wettbewerb soll optimales Gesamtkonzept für die Stadt entwickeln – Im Sommer können Planungsteams beginnen
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1,4 Millionen Euro wird der Landesbetrieb Mobilität (Bad Kreuznach) für die Erneuerung der Bundesstraße 9 innerhalb der Stadt St. Goar ausgeben, 600.000 Euro wird die staatliche Wasserwirtschaft in die Neugestaltung des Hafenbereichs investieren. Zugleich wird sich die Stadt selbst, dank eines erheblichen Zuschusses des Landes, rund 1,5 Millionen Euro in die Stadtsanierung inklusive des Hansen- und des Marktplatzes stecken, weitere 2,5 Millionen sind zumindest als Option für die Zukunft eingeplant. Das Wichtigste aber ist, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch gesetzt und beschlossen haben, ihre Projekte eng aufeinander abzustimmen, damit das Ergebnis dann auch aus „einem Guss“ ist (wir berichteten). Gewährleisten soll dies ein Gestaltungswettbewerb, bei dem im Sommer zehn interdisziplinäre Teams aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung um den besten Entwurf wetteifern werden.
„Für St. Goar ist das ein optimaler Weg, zu einem wirklich für Jahrzehnte gültigen Ergebnis zu kommen“, freut sich Stadtbürgermeister Walter Mallmann. Schließlich umfasse das Plangebiet das gesamte innerörtliche Rheinufer, die Ortsdurchfahrt der B9, Markt- und Hansenplatz sowie die Bereiche vor dem Rathaus und der neuen Rheinfelshalle – eine Fläche also von rund 7,7 Hektar. Mallmann dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich dem rheinland-pfälzischen Finanzministerium, das das Wettbewerbsverfahren im Rahmen der „Initiative Baukultur“ für das Welterbe Oberes Mittelrheintal zu 80 Prozent finanzieren wird. Besonders aber dankte er auch dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Bad Kreuznach, denn der LBM hatte zwar bereits eine konkrete Planung für die schon in Kürze anstehende B9-Neugestaltung erarbeitet, ist aber dennoch bereit, diese in das Gesamtkonzept zu integrieren.
Ziel des Gestaltungswettbewerbs, zu dem jetzt zehn Planungsteams eingeladen werden, ist es, die anstehenden Einzelmaßnahmen zu einer städtebaulichen Gesamtlösung zu vereinigen, die vor dem Hintergrund des Welterbe-Anspruchs höchsten gestalterischen Gesichtspunkten genügt. Zugleich können während des Verfahrens schon alle bau- und planungsrechtlichen Fragen wie auch die fachlichen Belange – ob Natur- und Denkmalschutz oder Wasserrecht – geklärt werden. Durch die enge Kooperation aller Beteiligten, die im Welterbetal bislang einzigartig ist, kann St. Goar zu einem Modellprojekt, ja zu einem Vorbild für die gesamte Mittelrheinregion werden, sind sich alle Verantwortlichen einig. Nach dem gelungenen Neubau der Rheinfelshalle blickt Stadtbürgermeister Walter Mallmann erneut optimistisch nach vorne: „St. Goar rüstet sich mit diesem Maßnahmenpaket auf Basis seines historischen Erbes für die Zukunft.“ Der erfahrene Politiker macht dabei auch deutlich, dass Maßnahmen wie Stadtsanierung und Straßenausbau kein reiner Selbstzweck sind. So strebe die St. Goar eine Zertifizierung als „kinderfreundliche Stadt“ an – und so wird auch diese im Wettbewerbsverfahren berücksichtigt werden. SGD Nord – ugr







