Bewegende Theateraufführung zu Beginn des Werlauer Kirchenjubiläums
St. Georg-Kirche Werlau als stimmungsvoller Rahmen für ein Historienstück
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Die Dorfbewohner von Werlau bereiten dem verwundeten Pfarrer Christophel Werner und Peter Seitel (Dieter Langenbach), die auf Burg Rheinfels Kriegsdienst geleistet haben, einen triumphalen Empfang. |
Der Verfasser hatte um 1900 in Archivquellen die Leidensgeschichte des Christophel Werner, in Werlau Pfarrer von 1670 bis 1696, entdeckt, der den großen Brand seines Orts und die Belagerung der Festung Rheinfels durch die Truppen Ludwig XIV. miterleben musste, und hat daraus ein zu Herzen gehendes Schauspiel in Reimen geschrieben. Glücklicherweise ist noch ein einziges Druckexemplar dieses Stücks auf einem Dachboden gefunden worden. Nach gut 100 Jahren hat der Werlauer Herbert Merten mit seiner Theatergruppe den Mut gefunden, zum Kirchenjubiläum mit einer Neuinszenierung die Gemeinde zu überraschen.
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Pfarrer Christophel Werner (Herbert Merten – links) mahnt den Schultheißen (Uli Michel) seine Tochter nicht zu verstoßen. |
Als der Schultheiß seine Tochter Maria wegen deren in seinen Augen nicht standesgemäßen Liebe zu dem Schweinehirten Peter schlägt und sogar aussperrt, verklagt sie den Vater am Dingtag vor dem Vogt und den Schöffen, bekommt Recht und Hilfe auch vom Pfarrer Werner. Nachdem Peter beim großen Brand unter Lebensgefahr einen Säugling gerettet hat und bei der Belagerung der Burg Rheinfels auf Grund seiner Tapferkeit zum Offizier aufgestiegen ist, akzeptiert der Schultheiß am Ende den jungen Mann als Schwiegersohn. Die Folgen der Brand- und Kriegskatastrophen für das Dorf Werlau haben die Kräfte des Pfarrers auch deswegen aufgezehrt, weil er seinen Gottesdienst zu jeder Jahreszeit unter freiem Himmel abhalten muss. Der Wunsch nach Wiederaufbau der abgebrannten Kirche durchzieht wie ein roter Faden das Theaterstück und leitet hervorragend über zum Jubiläum „Wiedererrichtung der St. Georg-Kirche“. In einer anrührenden Szene umringt von seiner Gemeinde traut er die Liebenden Maria und Peter und scheidet aus dem Leben.
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In einer anrührenden Szene umringt von seiner Gemeinde scheidet Pfarrer Christophel Werner aus dem Leben. |
Heinz Merten gebührt besonderer Dank für sein künstlerisches Wirken. Er hat die Beschreibung der Szenenbilder aus dem Rollenbuch beim Bau der Kulissen sehr gut umgesetzt und damit den Schauspielern einen zusätzlichen Motivationsschub auf der Bühne gegeben. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei durch Oliver Junker, Heinz-Otto Brück, Karl Brennig und Wolfgang Scherer.
Das Publikum dankte allen Beteiligten am Ende mit stehenden Ovationen.
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Mitwirkende: Christophel Werner, Pfarrer zu Werlau – Herbert Merten; Hessischer Vogt auf Rheinfels – Lothar Schäfer; Dieter Pyner, Schulheiß zu Werlau – Uli Michel; Maria, seine Tochter – Silke Merten; Nicolas, sein Schwiegervater, Kirchensenior – Horst Junker; Peter Steinmetz, Schulmeister und Glöckner – Armin Kuhn; Peter Seitel, Schweinehirt – Dieter Langenbach; Heiner Michel, sein Freund – Thomas Böhm; Charles Durant, französischer Capitain – Helmut Börsch; Kirchensenioren – Jürgen Hein, Hans Werner Stein; Bauern – Helmut Börsch, Martin Kuhn, Günter Theisges; Schöffen - Hans Becker, Jürgen Bumke, Gerhard Hilgert, Peter Schneider, Gerd Spriestersbach; Bäuerinnen - Stephanie Baumann, Gudrun Brennig, Petra Corell-Hoth, Bärbel Schäfer, Marlene Spriestersbach, Emmeliese Stein, Antje Thieme; ein Jude – David Flauger; Burschen - Steffen Fromm, Wolfgang Krammes, Andre Stein; Mädchen - Manuela Busjan, Mareike Hubrath, Tina Kolle; Knaben - Melvin Vogt, Bastian Vosshage; Kinder - Markus Baumann, Lara Börsch, Laura Langenbach; Sprecherin und Souffleuse - Andrea Vosshage; Regie - Mechthild Roth; Bühnenbild - Heinz Merten; Leitung – Herbert Merten. |









