13. November 2007
Modernes Wohnen im historischen St. Goarer Ortskern
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Unser Bild zeigt v.l.n.r.: Stadtbürgermeister Walter Mallmann, Dorothea, Stefan und Ursula Krick, Präsident Hans-Dieter Gassen und VG-Bürgermeister Thomas Bungert bei der Übergabe des Förderbescheides im St. Goarer Rathaus (Foto SGD-Nord) |
Lohnen sich Investitionen im Mittelrheintal? Nicht jeder beantwortet die Frage direkt mit „Ja“, denn Bauen auf der „grünen Wiese“ erscheint viel einfacher.
„Einfacher schon, aber wenn man fest in St. Goar verwurzelt ist, spricht auch manches dafür in der Innenstadt zu bleiben“, begründen die Bauherren Stefan und Ursula Krick den Entschluss, mehrere Gebäude zu einem Ensemble (Herpellstraße / Ecke Grebelgasse / Borngasse) umzugestalten. „Außerdem geht es darum, die Gebäude barrierefrei für das Alter herzurichten“. Eine Entscheidung, die alle Beteiligten vor eine große aber auch spannende Herausforderung stellt. Geplant wird die Anpassung von Jahrhunderte alter Bausubstanz an die heutigen Wohn- und Arbeitsverhältnisse. Das bisher kleinteilige Gefüge soll deutlich an Raum gewinnen und die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Sieben Architekturbüros aus der Region waren eingeladen, innovative und gleichzeitig sensible Lösungen in einem vernünftigen Kostenrahmen für diese Aufgabe zu finden.
Unterstützt wird die Familie dabei von der „Initiative Baukultur“ für das Welterbe Oberes Mittelrheintal. Diese wurde vom Finanzministerium, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal und der Architektenkammer im Juni 2006 ins Leben gerufen. Ziel ist moderne Architekturlösungen sensibel in den historischen Kontext einzufügen und damit zu zeigen, dass sehr wohl eine Weiterentwicklung des Mittelrheintals möglich ist. Dass Welterbetitel und zeitgenössische Architektur kein Widerspruch zueinander sind, wird auch durch das gemeinsame Motto „Werte erhalten – Zukunft gestalten“ ausgedrückt.
„Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Familie Krick bei Ihrem Vorhaben zu unterstützen. Gerade solche Maßnahmen haben Vorbildfunktion im Welterbegebiet“, so Hans-Dieter Gassen, Präsident der SGD Nord, der ebenso Bevollmächtigter für das Welterbe Oberes Mittelrheintal ist. Schon ein gutes Jahr nach Gründung der Initiative können die Partner nicht ohne Stolz mittlerweile auf das dritte Modellvorhaben und zahlreiche durchgeführte Veranstaltungen zurückschauen. Eine positive Bilanz, die natürlich in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden soll. Ganz entscheidend ist dabei auch das Engagement der Bürgermeister vor Ort. Denn auf deren Mithilfe ist das Land angewiesen, um frühzeitig von Bauabsichten zu erfahren. Stadtbürgermeister Walter Mallmann kann sich freuen, denn nach dem Flair-Hotel Landsknecht, kommt schon das zweite Modellprojekt in seine Stadt.






