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19. Oktober 2007

Die Borngasse war einst ein wichtiger Standort der Wasserversorgung

Bei ihren Recherchen über die städtischen Gassen trugen die Senioren des monatlichen Treffens „St. Goarer Geschichte(n)“ jetzt ihr Wissen über die Borngasse zusammen. So wie es der Name des kleinen Sträßchens in der Altstadt bereits aussagt, war es ein wichtiger Standort der mittelalterlichen städtischen Wasserversorgung.

Dazu fand Stadtarchivar Franz-Josef Schwarz heraus, dass die Borngasse über Generationen von den Brunnen geprägt wurde, denen sie ihren Namen verdankt. Bergseitig in der Oberstraße befindet sich ein ergiebiger Brunnen, der Hambrunnen. Dieser für die Wasserversorgung der Stadt bedeutsame Brunnen findet bereits in mittelalterlichen Quellen Erwähnung. Das Wasser aus seinem Überlauf wurde ursprünglich in einer offenen Rinne durch diese Gasse abgeleitet. Rheinseitig speiste das Wasser dann den Grünewaldsbrunnen (unser Bild), der noch heute gegenüber der Straßeneinmündung in der Heerstraße existiert und dessen Namen sich vom ehemals dort befindlichen Gasthaus „Zum grünen Wald“ herleitet.

Bereits 1680 wurde die Wasserführung in der Borngasse verrohrt, um Verschmutzungen des lebensnotwendigen Wassers im Straßenverlauf zu vermeiden. An den beiden Brunnen oberhalb und unterhalb der Borngasse, an Hambrunnen und Grünewaldsbrunnen, konnten die Bewohner der Borngasse weiterhin ihren täglichen Wasserbedarf decken.

Inzwischen hat Stadtbürgermeister Walter Mallmann die Daten und Fakten über den Werdegang der mit einer Stadtratssitzung vom 29. März 1890 begonnenen städtischen Wasserversorgung zusammengestellt, die in einem der nächsten Treffen der an der Heimatgeschichte interessierten St. Goarer Senioren besprochen werden.