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29. Juni 2007

Die B 9 in der Ortsdurchfahrt von St. Goar wird ausgebaut

Fast dreieinhalb Stunden dauerte die letzte öffentliche Stadtratssitzung, bei der das Thema „Ausbau der B 9“ in der Ortsdurchfahrt durch die gesamte Stadt, an der Einfahrt zum Hafenparkplatz beginnend und am Bankeck endend, gemeinsam mit dem Ortsbeirat der Kernstadt mit großer Sorgfalt beraten wurde. Für St. Goarer Verhältnisse war das eine ungewöhnlich lange Zeit. Auf der Rednerliste von Stadtbürgermeister Walter Mallmann standen fast vierzig Wortmeldungen. Alle Fragen wurden beantwortet und die eingebrachten Verbesserungsvorschläge aufgenommen.

Thomas Wagner vom Landesbetrieb Mobilität, Bad Kreuznach, und der planende Ingenieur Michael Berg vom Planungsbüro Schönhofen Ingenieure aus Kaiserlautern gaben einen detaillierten Überblick über die Vorplanungen zu diesem Projekt, dessen Kosten auf 1,4 Millionen Euro geschätzt und das nach den Planungen des Bundes in den Jahren 2009 und 2010 realisiert werden soll.

Ein Kreisel vor dem Rathaus

Eine wichtige Entscheidung trafen die beiden kommunalen Gremien, in dem sie einstimmig für einen Kreisel am nördlichen Stadteingang im Bereich zwischen der Rheinfelshalle und dem Rathaus votierten. Zwischen der Rheinstraße und der B 9 werden in der dortigen Böschung zwei weitere Treppen gewünscht, damit die Stellplätze entlang der Rheinanlagen von der Stadt her für Fußgänger bequemer erreicht werden können.


Städtebauliches Glanzstück im Stadtzentrum
Der gesamte Bereich am Hansenplatz und auf dem Marktplatz soll im Rahmen der Stadtsanierung detailliert überplant werden, um dort die ständigen Gefahren durch die zurzeit oftmals willkürliche Nutzung durch Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge aller Art zu mindern und diesen Raum aufzuwerten. Dieser heute noch weitestgehend ungeordnete Bereich soll als Mittelpunkt der Stadt ein städtebauliches Glanzstück werden.

Radweg vom übrigen Verkehr trennen

In diesem Zusammenhang soll der noch anzulegende Radweg in der gesamten Ortlage, wo immer es möglich ist, vom übrigen Straßenverkehr getrennt werden. Der Busparkplatz am Feuerwehrgerätehaus soll um sechs Stellplätze verringert und der Radweg hinter den parkenden Bussen separat auf einer noch zu errichtenden Konstruktion im Bereich der dortigen Böschung geführt werden.

Gehwege und Parkplätze integrieren
Vom Marktplatz aus wird in Richtung Süden der Gehweg auf der rechten Seite vor den Hotels und Wohnhäusern auf der gesamten Strecke bis zum Bankeck verbreitert und in der Höhe des „Imbiss St. Goar“ zum Rhein hin verlegt, sodass dort außer dem genannten Gehweg zusätzlich parallel zur Straße angelegte Stellplätze entstehen. Es wird nicht ausbleiben, dass zurzeit noch bestehende Parkplätze wegfallen und auch Bäume gefällt werden müssen. Dafür werden jedoch neue Parkplätze geschaffen und Bäume an Stellen, die sich zurzeit noch als wenig ansprechende und versiegelte Flächen darstellen, neu angepflanzt.

Die Bürger werden zeitnah informiert
Die alsbald auf die Stadt zukommenden anteiligen Planungskosten können nach Auskunft von Stadtbürgermeister Walter Mallmann bei der derzeitigen Haushaltslage ohne Kreditaufnahme aufgebracht werden. Für die Folgejahre, so Mallmann, müsse wegen der vielfältig umzusetzenden Projekte sorgfältig gerechnet werden. Nach den Sommerferien wird zu einer Einwohnerversammlung eingeladen, um das Gesamtpaket vorzustellen, „denn“, so Walter Mallmann: „die Stadt wird nach Vollendung der genannten Maßnahme ein anderes Gesicht haben.“