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05. Mai 2007

Ein Dorf ist im Aufbruch - „Werli macht Laune“

Mehr als dreihundert Ideen wurden im Rahmen des vom 1. Stadtbeigeordneten Hugo Kirschhoch (unser Bild) perfekt moderierten Workshops zu Papier gebracht.

Im voll besetzten Festsaal der alten Weinstube in St. Goar-Werlau herrschte bei der jüngsten Einwohnerversammlung Aufbruchstimmung. Mehr als dreihundert Ideen, einige mit oftmaliger Mehrfachnennung, wurden im Rahmen des vom 1. Stadtbeigeordneten Hugo Kirschhoch perfekt moderierten Workshops zum Thema „Unser Dorf hat Zukunft“ zu Papier gebracht.

„Wir möchten ihre Vorschläge für die geplante Dorferneuerung erfahren und nicht Zeit und Energie im Widerstreit von Parteien verlieren, die sich um einer überflüssigen Opposition willen gegenseitig ihre Ideen ablehnen“, erklärte Stadtbürgermeister Walter Mallmann in seiner Begrüßung und die Werlauer taten ihm den Gefallen. Mit großem Beifall wurde das von Dipl. Ing. (FH) Melina Roos kreierte Maskottchen, der Werli, und das Motto: „Werli macht Laune“ bedacht und aus der Versammlung erfolgte spontan der Vorschlag, umgehend T-Shirts mit Werli und Motto herstellen zu lassen. Die junge Architektin zeigte in einer prägnant vorgestellten Power-Point-Präsentation die vielfältigen Möglichkeiten, die in Werlau durch ein durchdachtes Dorferneuerungsprogramm im öffentlichen und privaten Bereich eröffnet werden können.

Mit großem Beifall wurde das von Dipl. Ing. (FH) Melina Roos (unser Bild) kreierte Maskottchen, der Werli, und das Motto: „Werli macht Laune“ bedacht.

Nachdem an fünfzehn Tischen zuerst jeder für sich seine Vorschläge für ein noch schöneres Werlau notierte, folgte danach in zufällig zusammengesetzten Arbeitsgruppen eine Diskussion mit anschließender Entscheidung über notwendige und wünschenswerte Maßnahmen und einer klaren Prioritätensetzung. Die Ergebnisse waren eindeutig: Die Werlauer Bürger setzen auf die Erhaltung der Identität ihres Dorfes. Sie plädieren für eine Verschönerung der Ortseingänge und des zentralen Dorfmittelpunktes „Zehnthof“, sie wünschen eine noch stärkere Verkehrsberuhigung bis hin zu der Forderung nach einer Umgehungsstraße und sie hätten gerne ein Dorfgemeinschaftshaus als Begegnungsstätte für jung und alt mit einem Dorfladen und der Möglichkeit, dort „so wie früher ein Schwätzchen zu halten“. Eine ganze Reihe von Einzelvorschlägen enthielten aber auch mehr oder weniger freundliche Hinweise auf das eine und andere private Hausgrundstück, dem eine nachhaltige Verschönerung nicht schaden würde.

Ortsvorsteher Horst Vogt, der gemeinsam mit seinem Stellvertreter Dieter Langenbach und Bauhofleiter Jürgen Goedert für den reibungslosen technischen Ablauf der von Ideen sprudelnden Versammlung sorgte, erklärte das weitere

Im voll besetzten Festsaal der alten Weinstube in St. Goar-Werlau herrschte bei der jüngsten Einwohnerversammlung Aufbruchstimmung.

Vorgehen, bei dem jetzt unter der fachlichen Leitung von Architektin Melina Roos die Vielzahl der Einzelvorschläge gebündelt zur Feinabstimmung dem Ortsbeirat vorgelegt und in einer weiteren Einwohnerversammlung als Programmentwurf vorgestellt werden. Danach wird der Stadtrat um die Antragstellung in das Förderprogramm des Landes gebeten. Da vom zuständigen Landesbetrieb für das übernächste Jahr der Ausbau der gesamten Ortsdurchfahrt signalisiert wurde, soll folgerichtig, so Stadtbürgermeister Walter Mallmann, zeitgleich die Dorferneuerung beginnen.