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05. August 2004

In diesem Jahr wurden rund 380 000 Euro für Restaurierungsarbeiten auf Burg Rheinfels aufgewandt

Für die Restaurierung des dem Rhein zu gewandten Nordbaus der Alten Kommandantur und dem Marstall im Burginnern wurden in diesem Jahr auf der Burg Rheinfels rund 380 000 Euro aufgewandt. Die Kosten trugen der Bund, das Land Rheinland-Pfalz, der Rhein-Hunsrück-Kreis und die Stadt St. Goar.

Stadtbürgermeister Walter Mallmann fand lobende Worte für die öffentliche Förderung der seit Jahren in Etappen durchgeführten Restaurierungsarbeiten auf dem weitläufigen Areal der Festung. Diese Arbeiten seien auch dringend notwendig, da der „Zahn der Zeit mehrfach kräftig genagt habe“, was die kurzfristige Sperrung einzelner Wege notwendig machte. Inzwischen sind alle Wege und Pfade wieder sicher begehbar.

Nachdem die Arbeiten auf der Burg, so Walter Mallmann, zu einem vorläufigen Abschluss gekommen seien, werde nun die so genannte Eskarpierung – die historische Burg- und Stadtbefestigung – als Großprojekt über mehrere Jahre in Angriff genommen. Das hat jedenfalls das Landesamt für Denkmalpflege der Stadt St. Goar vorgeschlagen, da es sich bei den Türmen und Mauern um bedeutende historische Bauwerke am Mittelrhein handele. Das historische Gemäuer ist durch Witterungseinflüsse und Vandalismus stark in Mitleidenschaft genommen.

Die Restaurierung soll nach dem Vorschlag der Mainzer Fachleute – je nach finanzieller Möglichkeit – in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Sie wird am Gut Rheinfels beginnen und an der südlichen Grenze der Kernstadt, dem Tunnel am Bankeck, enden. Fazit des Bürgermeisters: „Es lohnt sich, die vorhandenen und teilweise verborgenen Schätze unserer Stadt zu heben, auch wenn dafür Mut, Geld, Zeit und Geduld aufgebracht werden muss.“