18. März 2004
Ehemalige Weinberge im Gründelbachtal gesäubert
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Gerade noch rechtzeitig vor dem gesetzmäßig gebotenen Stopp der äußeren Eingriffe in die Natur hat Projektleiter Peter Sound die Bagger anfahren lassen und rund 3,6 Hektar ehemaliges Weinbergs- gelände blitzblank säubern lassen. Längst hatten dort Brombeerhecken die verlassenen Weinstöcke überwuchert und von Frohwingert, Ameisenberg und Rosenberg, wie die traditionellen St. Goarer (richtigerweise Werlauer) Weinbergslagen heißen, war nicht mehr viel zu sehen. In den nächsten Tagen werden die Feuer lodern und die angehäuften Hecken werden verbrannt.
Sehr viel Geduld hatte zuvor der zuständige Sachbearbeiter für die Durchsetzung der so genannten Drieschenverordnung bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Bernhard Prass, mit den Grundstückseigentümern der aufgegebenen Weinberge aufgebracht, denn die jetzt im Rahmen eines Modellprojektes für die erfolgte Säuberung war längst überfällig. Prass hatte auf die optimistischen Aussagen von Stadtbürgermeister Walter Mallmann vertraut, der vor vier Jahren eine Renaissance des St. Goarer Weinbaus vorausgesagt hatte. Die Anfänge sind längst gemacht und alsbald bestehen neue Pflanzrechte für 3,6 Hektar Weinanbaufläche, die wieder bestockt werden kann. Jetzt zogen alle beteiligten Behörden, die betroffenen Grundstückseigentümer und die E+E-Projektleitung an einem Strick.
Mallmann ist wieder auf Werbetour und hat bereits weitere Zusagen von Haupt- und Nebener-werbswinzern, die sich im Gründelbachtal weinbaulich betätigen wollen. Das sei auch notwendig, so der Stadtbürgermeister, da sich ansonsten der jetzige Erfolg wieder sehr rasch unter nachwachsenden Brombeerhecken verflüchtigen würde. Mit nicht einzugrenzendem Optimismus verfolge er, frei nach Friedrich Hölderlin im Gründelbachtal sein Ziel: „Kein Hügel ist ohne den Weinstock.







