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10. August 2005

In St. Goar wurde früher Bier gebraut

Dem Wunsch ihrer zahlreichen Feriengäste und ebenso der eigenen Bürgerschaft neben einem guten Glas St. Goarer Wein auch ein in der Rheinfelsstadt gebrautes „kühles Blondes“ zu genießen, kam die örtliche Gastronomie im 19. Jahrhundert in genügendem Maße nach. Drei Brauhäuser, sorgten damals für den benötigten St. Goarer Gerstensaft.
Das brachten jetzt die Recherchen des Seniorenkreises „St. Goarer Geschichte(n“) zu Tage. In den früheren, damals am Rhein gelegenen Hotels Rheinfels, Volkshalle und Rose standen die Sudkessel, in denen unter anderem das „Loreley-Bräu“ reifte. Urbars Ortsbürgermeister Karl Josef Perscheid, der sich gegen die Bezeichnung „St. Goarer Junge“ nicht wehrt, referierte anlässlich der letzten Zusammenkunft über die Geschichte des nicht mehr bestehenden Hotels „Zur Rose“, was ihm deshalb nicht schwer fiel, da er eine Tochter des letzten Rosenwirts erfolgreich freite.

Stadtbeigeordneter Hugo Kirschhoch trug den ersten Teil seiner Dokumentation zum Thema „Rhein in Flammen“ vor, Franz-Josef Schwarz komplettierte die im Aufbau befindliche St. Goarer Lieder- und Gedichtesammlung und Dorothea Krick wusste Ernstes und Heiteres über das Geschehen im früheren „Hotel Lilie“ zu berichten.

Bereits für den 19. August 2005 hat Stadtbürgermeister Walter Mallmann seine ehrenamtlichen Heimatforscher wegen der Vielfalt der inzwischen angesprochenen Themen zu einer „Sonderschicht“ eingeladen. Bei dieser Gelegenheit wird ein Kamerateam des Südwestrundfunks (SWR) das vorbildliche Bemühen um die Aufarbeitung der St. Goarer Geschichte im Bild fest halten.