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25. Juli 2005

Anno 1633: Wolfsjagd in St. Goar

„Im St. Goarer Stadtwald wurden sechs Wölfe erlegt“. So ist es in den Annalen des St. Goarer Stadtarchivs aus dem Jahr 1633 nachzulesen. Staunend kommentiert Stadtbürgermeister Walter Mallmann: „Es wird immer spannender und wir sind selbst überrascht, was wir beim Seniorenkreis ‚St. Goarer Geschichte(n)’ im Rahmen unserer Nachforschungen alles ausgraben und zu Tage fördern.“

Es war am 5. und 6. August 1633, an dem die Wolfsjagd in der Gemarkung „Beim Schlag“ stattfand. Als Jagdgehilfen dienten die in Leibeigenschaft zu ihrem Grundherrn auf der Burg Rheinfels stehenden Bauern. In den Dokumenten ist vom Landvolk die Rede, das für seine Arbeit vom „Haupt- und Amtmann“ mit Brot, Wein und etlichen Reichstalern belohnt wurde. Die Jagd war sehr erfolgreich, denn am zweiten Tag wurde die „alte Wölfin“ und fünf Wolfsjunge „gefangen“. Der wegen des großen Jagdglücks hoch erfreute Haupt- und Amtmann erhöhte die Wein- und Brotrationen und es gab – so die Überlieferung – sogar zusätzlich noch „ahn Weck“.

Am Dienstag, dem 9. August 2005, treffen sich die St. Goarer Heimatforscher erneut um 15.00 Uhr im Rathaus. Dann stehen „Gedichte und Lieder über St. Goar“ auf der Tagesordnung. Die Septemberausstellung in der Rheinfelshalle wird vorbereitet und außerdem über das Thema „St. Goarer Straßen und Häuser“ weiter geforscht.