19. Januar 2005
Stadtbürgermeister Walter Mallmann möchte neue Finanzierungsmethoden einführen
Obwohl die städtischen Hoch- und Tiefbaumaßnahmen in den vergangenen Jahren mit den umfangreichen Restaurierungsarbeiten auf der Burg Rheinfels, der Anlage des neuen Parkplatzes am Hafen, dem Umbau der alten Schule in Werlau zu einem Gemeindehaus, dem Bau der Trauerhalle auf dem städtischen Friedhof, den Baumaßnahmen im Rathaus, der Anlage der historischen Themenpfade, dem Ausbau von zwei Neubaugebieten mit insgesamt einhundert Bauplätzen und zuletzt dem Umbau der Rheinfels-Schule sehr umfangreich waren, steht die Stadt St. Goar nach Aussage von Stadtbürgermeister Walter Mallmann noch vor unabweisbaren Aufgaben, die sie aus eigener finanzieller Kraft nicht lösen kann.
Die Stadt St. Goar hat bei den vorgenannten Projekten stets alle öffentlichen Fördermöglichkeiten ausgeschöpft und jeweils hohe Zuschüsse von der Europäischen Union, dem Bund, dem Land und dem Kreis erhalten. Für die Schaffung der neuen Bauplätze in Biebernheim und Werlau bediente man sich eines Erschließungsträgers. Eine strengende Haushaltspolitik sorgte flankierend dafür, dass die hohen Schulden abgebaut wurden und folglich stets die zur Zuschussgewährung notwendigen Eigenmittel bereits gestellt werden konnten.
Jetzt steht der Ausbau von innerörtlichen Straßen im Stadtteil Biebernheim auf dem Programm, die Stadtbefestigung bedarf einer dringenden Restaurierung, die Rheinfelshalle ist in einem maroden Zustand und die Sanierung der Altstadt muss angepackt werden, damit der dort zurzeit noch ungebremste Einwohnerrückgang aufgehalten wird.
Der Stadtbürgermeister bemüht sich seit einigen Monaten darum, mit der so genannten „Public Private Partnership“ einen neuen gangbaren Weg zur Finanzierung der nach seiner Meinung dringenden Maßnahmen zu finden. Walter Mallmann: „Um es auf Deutsch zu sagen, es ist eine Finanzierungsmethode, die durch eine langfristig angelegte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privater Wirtschaft öffentliche Infrastrukturprojekte effizienter realisiert als in herkömmlicher Weise.“
Diese Methode ist nach Aussage von Walter Mallmann keine Wunderwaffe, sondern ein auf das jeweilige Projekt sorgfältig überprüfter Finanzierungsplan zu dessen zeitnaher Realisierung. „Ich hoffe, dass ich in den nächsten Monaten als Ergebnis meiner Bemühungen eine solide Planung zur Beratung und Entscheidung für eine, wie ich sie nennen möchte, erfolgreiche „St. Goar-AG“ vorlegen kann.“






