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12. Februar 2005

Rege Nachfrage nach dem „Vinum Sancti Goaris“


Innerhalb von zehn Tagen hat der St. Goarer Stadtbürgermeister Walter Mallmann für rund 60 000 Euro den Wein aus seiner Stadt verkauft, dessen Reben noch gar nicht angepflanzt sind. Für den Erwerb des mit geschütztem Namen „Vinum Sancti Goaris“, der ab 2008 geerntet werden soll, war die Nachfrage höher, als das Angebot. Es gab sogar zwei Kaufwillige, die bereits im Voraus für zehn Jahre die gesamten Ernten zeichnen wollten.

In wenigen Wochen werden im St. Goarer Schlossberg unmittelbar unter der Burg Rheinfels wieder Weinreben angepflanzt. Damit geht das örtliche Bemühen um die Neuanlage des dort vor vielen Jahrzehnten gelegenen Landschaftsgartens einem positiven Abschluss entgegen. Die Stadt St. Goar hat einen Teil des inzwischen von Gebüsch und Gestrüpp gesäuberten Rheinhanges, auf dem früher über Jahrhunderte hinweg Weinreben angepflanzt waren, an das Weingut Goswin Lambrich aus Oberwesel-Dellhofen verpachtet, um dort exklusiv und nur für die Stadt mittelrheinischen Riesling zu erzeugen.

Einen jährlichen Ertrag von rund 500 Flaschen glaubt Mittelrhein-Weinbaupräsident Gerhard Lambrich, Chef des Dellhofener Weingutes, dort ernten zu können. Diese Ernte hat Stadtbürgermeister Walter Mallmann ab dem Jahr 2008 für die Dauer von zehn Jahren bereits per Optionsscheine verkauft. Lediglich ein kleiner Posten verbleibt für Repräsentationszwecke im städtischen Eigentum

„Mit dieser cleveren Geschäftsidee, die allen Beteiligten einen Vorteil bringt“, erklärt Kernstadt-Ortsvorsteher Michael Hubrath, „unterstützen wir den mitterheinischen Weinanbau, sichern eine optimale Landschaftspflege, verschönern das Stadtbild, erfreuen passionierte Weinliebhaber und behalten noch einen kleinen Erlös in der Stadtkasse.“