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Freitag, 27. Juli 2012 St. Goarshausen, Freilichtbühne Loreley

Aida – Verdis monumentales Meisterwerk als Open Air

Verdis Oper „Aida“ versetzt das Publikum in die ferne Zeit der Herrschaft der ägyptischen Pharaonen, Pyramiden und Sphinxen. Auf der Freilichtbühne Loreley erwartet die Zuschauer ein dramatisches Spiel um Liebe und Macht: Ein Feldherr, ungeschlagen im Krieg aber besiegt von der Liebe, eine Sklavin, die eigentlich eine Prinzessin ist und eine verschmähte Königstochter lieben und leiden vor den Pyramiden Gizehs.

Verdis großartige Musik macht die Oper nicht nur zu einem politisch brisanten und emotionalen Drama sondern auch zu einem musikalischen Meisterwerk. Am 27. Juli 2012 bringt der Münchner Konzertveranstalter Kulturgipfel „Aida“ mit der „Venezia Festival Opera“ auf die Bühne. Renommierte Solisten, ein großer Chor und das Festival-Orchester musizieren unter der Leitung des bulgarischen Dirigenten Nayden Todorov. Die tragische Liebesgeschichte um die Sklavin Aida wird mit prachtvollen Kostümen, imposantem Bühnenbild, zauberhafter Beleuchtung und über 100 Mitwirkenden einzigartig in Szene gesetzt. Die Inszenierung stammt von der Regisseurin Nadia Hristo. Sie legt großen Wert auf traditionelle Umsetzung und tut dies mit viel Fingerspitzengefühl sowie musikalischem Gespür, was vom Publikum bereits in den vergangenen Jahren begeistert aufgenommen wurde.

Und auch wenn Richard Strauss nach einer Aufführung der Aida gesagt haben soll: „...scheußlich! Indianermusik!“ – seit der gefeierten Uraufführung in Kairo zählt „Aida“ zu einer der berühmtesten Opern überhaupt. Besonders wegen des schmetternden Triumphmarsches, der imposanten Chöre und der feierlichen Tempelszenen wird sie vom Publikum geliebt und überzeugt auch Kenner aufgrund der feinsinnigen Musik des späten Verdi.

Entstehungsgeschichte

Der Vizekönig von Ägypten, Ismail Pascha, war ein großer Verehrer der Oper und besonders der Musik Giuseppe Verdis. Als erstes Stück sollte in seinem neuen Opernhaus in Kairo daher eine Oper seines italienischen Lieblingskomponisten erklingen. Nach Erzählungen des französischen Ägyptologen Auguste Mariette Bey schrieb Antonio Ghislanzoni das Libretto zu der weltberühmten Oper – Giuseppe Verdi legt die ganze Reife seiner Kunst in die “Aida”, seiner fünfundzwanzigsten Oper.

Die Premiere am 24. Dezember 1871 in der Oper von Kairo war ein Riesenerfolg. Angekündigt war das Stück eigentlich bereits für Januar gewesen, doch die Uraufführung musste anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges verschoben werden. Paris, wo die Kostüme und Bühnenbilder für die glanzvolle Aida-Premiere angefertigt wurden, war belagert und so dauerte es fast ein Jahr, bis diese endlich ihren Zielort erreichen.

Trotz Verspätung tritt Aida mit dem Tag ihrer Uraufführung einen Siegeszug an, der bis heute anhält. Das hartnäckige Gerücht, Aida sei für die Eröffnung des Suez-Kanals geschrieben worden, stimmt übrigens nicht.

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