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15. November 2010

Hiltrud Specht: Weinprobe „Poeten und Wein“

Hiltrud Specht, Geschäftsführerin der Mittelrhein-Werbung, brillierte bei der Weinprobe des Weinkonvents zum Hl. Goar mit bezauberndem Scharm und profundem Wissen.

Mit einem prickelnden Winzersekt traditioneller Flaschengärung aus dem Wein- und Sektgut des mittelrheinischen Weinbaupräsidenten Gerhard Lambrich aus Oberwesel-Dellhofen begrüßte Lothar Wahl, amtierender Chef des Weinkonvents zum Hl. Goar seine Gäste zu einer Weinverkostung edelster mittelrheinischer Tropfen. Zu deren Besprechung hatte er Hiltrud Specht, die erfahrende Geschäftsführerin der Mittelrhein-Weinwerbung gewinnen können, die ihr Publikum nicht nur mit profundem Fachwissen, sondern auch mit dem ihr eigenen bezauberndem Scharm von der Qualität der angestellten Proben überzeugte. Den passenden Spruch zum Thema „Poeten und Wein“ hatte sie stets parat, indem sie bedeutende Persönlichkeiten letzter Jahrhunderte – Dichter, Denker, Komponisten und sogar Politiker – zitierte, die alle zu ihrer Zeit sehr viel Kluges zum Wein am Mittelrhein geäußert hatten.

Nicht jeder der anwesenden Verkoster wusste, dass auch die Weine von der Lahn zum Anbaugebiet Mittelrhein zählen und waren überrascht von der Qualität des trockenen Spätburgunders vom Lahnweingut Massengeil-Beck aus Obernhof. Die inzwischen bereits als Gipfelstürmer bekannten St. Goarer Jungwinzer Thomas und Martin Philipps aus St. Goar hielten ihren Spätburgunder Weißherbst „LORELEY“ für einen halbtrockenen Riesling bereit, der die anwesenden Kenner überzeugte.

Das Weingut Thomas Heidrich vertrat mit einem halbtrockenen Riesling die Weinstadt Bacharach und mit einer trockenen Kerner Spätlese bewies das Weingut Peter Hohn aus Leutesdorf, dass auch im Norden des Anbaugebietes Mittelrhein beste Tropfen erzeugt werden. Hiltrud Specht bedauerte, dass nicht mehr Winzer mit dem Markennamen „Loreley-Riesling“ werben. Jedenfalls überzeugte Albert Lambrich aus Oberwesel-Dellhofen mit einem solchen als halbtrockene Spätlese. Auch sein lieblich ausgebauter Riesling kam gut an. Der Bopparder Hamm war durch das Weingut Didinger aus Osterspay mit einer lieblichen Auslese vertreten, der sich als Favorit (nicht nur) bei den anwesenden Weinschwestern herausstellte.

Großes Lob für die detaillierte Zusammenstellung der mittelrheinischen Weinprobe erhielt der dafür zuständige Kellermeister Werner Eckes, der sich bereits auf die nächste Probe vorbereitet, die der Weinkonvent gemeinsam mit dem Hansenorden durchführt.