22. August 2010
Der Weinkonvent zum Hl. Goar feierte in „Metze-Höfchen“ in Hungenroth
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Auf der Treppe vom Metze-Höfchen: In der Mitte Wein-Konventspräsident Lothar Wahl, Hausherrin Brigitte Runzheimer (2.v.l.) und Kellermeister Werner Eckes (r,) mit den Gästen |
Die Gemütlichkeit in der „Tenne“ und das stilvolle Ambiente rund um den schönen, begrünten Innenhof konnten die Mitglieder des Weinkonventes auf Einladung der charmanten Eigentümerin Brigitte Runzheimer, die seit 1973 des Haus mühevoll restauriert hat, und der Hungenrother Mitglieder des Weinkonventes zum Hl. Goar als letzte Gäste des Hauses erfahren. Es wurde bei dem warmen Sommerwetter ein unvergesslicher Abend, für die Teilnehmer und das Metze-Höfchen. Sonnenblumen schmückten den Treppenaufgang, und ein erfrischendes Glas Sekt stimmte auf einen weinseligen und humorvollen Probenabend ein. Eine festlich geschmückte Tafel und ein Büffet mit regionalen Wurst- und Käsespezialitäten waren die herzhaften Begleiter einer von Kellermeister Werner Eckes wieder stil- und humorvoll besprochenen Weinprobe von Mittelrhein-, Mosel- und Naheweinen.
Den Beginn der Probe machte ein reifer 2005er Spätburgunder aus dem Weingut Königshof in Boppard. Auf Lehmboden gewachsen, wirkt dieser Wein außerordentlich harmonisch. Ihm folgte eine „Perll´en Kette“ von Walter Perll aus Boppard mit einem 2008 Feuerlay Riesling Spätlese trocken, etwas zurückhaltend in der Nase, aber sehr fruchtbetont im Geschmack. Die nächste „Perll`e“ war ein 2009er Mandelstein trocken und wunderbar harmonisch trotz seiner Jugend. Der dritte „Perll“ -wein war ein 2009 Feuerlay Riesling Spätlese trocken, ein Wein voll jugendlicher Begeisterung. Die Freude über die guten Weine beförderte als nächstes die 2009er Niederhauser Hermannshöhle von der Nahe. Aus dem Hause Jacob Schneider hat dieser auf sandigem Lehm mit Schieferbegleitung gewachsene Wein eine feine Würze nach Blumen und Kräutern. Ebenfalls von der Nahe, vom „Lindenhof“ aus Windesheim stammte der 2009er Riesling Spätlese feinherb mit seinen wunderschönen Fruchtaromen. Den Abschluss bildeten die Mosel-Weine aus Winningen. Zur Qualität dieser Weine braucht man keine Kommentare mehr abzugeben. Der 2008er fruchtige Riesling aus dem Röttgen (vom Weingut Richter) besticht durch die mineralbetonte Zungenführung. Und der letzte Wein des Abends, das 2008er Brückstück, gewachsen auf Devonschiefer mit Bimseinlagen, brilliert mit seiner vollreifen Frucht Er ist ein echter „Terroir“ -wein aus Winningen von den Moselterrassen, der einen Weinfreund mit jedem Tag versöhnen kann.
Das uneingeschränkte Lob der über dreißig Weinfreundinnen und –freunde galt abschließend vor allem den Winzern und ihren Weinen, der Gastgeberin Brigitte Runzheimer und ihren „Weinkonvents“-Nachbarn aus Hungenroth, die gemeinsam für einige Stunden das „Metze-Höfchen“ ein letztes Mal für ihre Freunde zu einem Weinparadies gemacht haben, und in dem der Himmel der Genüsse sich in eine laue Nacht herniedersenkte.
Adolf Meinung






