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23. März 2010

Die Senioren gingen virtuell auf Wanderschaft

Bei der jüngsten Zusammenkunft des Seniorenkreises „St. Goarer Geschichte(n)“ in der Rheinfelshalle ging Wanderführer Jürgen Goedert mit seinem interessierten Publikum mittels einer Computer-Präsentationen auf virtuelle Wanderschaft.

Er zog einen Bogen von den Künstlern des 19. Jahrhunderts – die auf ihren Reisen auf den Treidelpfaden entlang des Rheins mit romantischen Bildern auf die Schönheiten des Mittelrheintals aufmerksam machten – bis in die heutige Zeit.

Goedert wies darauf hin, dass bereits vor dem 1. Weltkrieg ein Höhenweg von Bonn bis Mainz in den preußischen Farben und dem „R“ für den damaligen Rheinhöhenweg markiert wurde. In diesen Weg waren, wie es antiquarische Wanderhefte beweisen, auch das Gründelbachtal und der Spitze Stein einbezogen. Schon um das Jahr 1920 brachte die Stadt St. Goar einen illustrierten Wanderführer heraus. Die örtlichen Wege wurden vom damals bestehenden St. Goarer Verschönerungsverein unterhalten und es bildeten sich örtliche Wandervereine, wie beispielsweise der „Fliederstrauß“.

Auch nach dem 2. Weltkrieg gingen die Vereine regelmäßig auf Wanderschaft. Vor rund vierzig Jahren veranstaltete die DLRG Werlau über mehrere Jahre so genannte Volkswanderungen, die sich eines großen Zuspruchs erfreuten. Aber auch das schlief wieder ein. Vor zehn Jahren wurde unter der Federführung von Stadtbürgermeister Walter Mallmann ein nachhaltiges Wanderprogramm für die Stadt St. Goar Schritt für Schritt aufgebaut, das auf sorgfältig markierten Routen die ganze Palette des Wandergeschehens anbietet: Rundwanderwege, Nordic-Walking-Wanderwege, Themenpfade, geführte Wanderungen und Schulwanderungen. Das hat dazu geführt, dass sich der Tourismus in St. Goar einen neuen Gästekreis erschließen konnte.