23. Dezember 2009
Der St. Goarer Lotsenverein hielt Rückschau
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Sachkundige Vereinsmitglieder erklären in den Sommermonaten im kleinen Museum am Bankeck den interessierten Gästen aus aller Welt die Geschichte der St. Goarer Wahrschauer und Lotsen. |
Zum zehnjährigen Bestehen gelang es dem Verein in diesem Jahr mit der Ausstellung „Lebendiger Mittelrhein, Leben am und auf dem Strom“ in hervorragender Weise, die St. Goarer Schifffahrtstradition mit großer Liebe und Sachverstand darzustellen. Das hatten zahlreiche der rund 1.500 Besucher, die sich über das historische Geschehen am Fluss an zwei Wochenenden in der Rheinfelshalle informierten, anerkennend ins Gästebuch geschrieben.
Dem Vorsitzenden Friedjo Goedert war es bei dieser Gelegenheit gelungen, die Stadt St. Goar, das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen, die Wasserschutzpolizeistation St. Goar, das Rhein- und Moselschifffahrtsgericht St. Goar, die Fähre Loreley, die Fischerei Nagelschmidt und die Schottel-Werft aus Spay als aktive Mitveranstalter zu gewinnen. Aber auch rund fünfzig Vereinsaktive hatten in wochenlanger Vorbereitung in ehrenamtlichem Einsatz zum perfekten Gelingen der Ausstellung beigetragen.
Inzwischen ist die Sammlung des Vereins mit nautischen Exponaten, Fotos, Gemälden und Dokumenten so umfangreich geworden, dass diese im kleinen Museum am Bankeck nicht mehr vollständig untergebracht werden können, dort wo sachkundige Vereinsmitglieder als „Museumsdirektoren“ in den Sommermonaten den interessierten Gästen aus aller Welt die Geschichte der St. Goarer Wahrschauer und Lotsen erklären.
Das Problem wurde gelöst: In einem vorbildlichen Arbeitseinsatz während des Sommers haben die Aktiven unentgeltlich einige bisher ungenutzte Räume unter dem Dach der Rheinfels-Schule auf Hochglanz gebracht, auf Vereinskosten Fußböden verlegt, Wände gestrichen, Regale an die Wände gebracht und damit ein übersichtliches „schiffiges“ Archiv geschaffen. Anlässlich der Einweihung der Räume, die der Jahresversammlung vorgeschaltet war, bedankte sich Stadtbürgermeister Walter Mallmann für die außergewöhnlichen ehrenamtlichen Leistungen des Vereins für das Gemeinwohl.
Die durch die Schriftführerin Renate Hubrath geführten Protokolle wurden von der Versammlung einstimmig verabschiedet. Da die von der Kassiererin Hildegard Mallmann geführte Vereinskasse einen soliden Bestand aufwies und die Kassenprüfer Wolfgang Goedert und Gerhard Rolinger eine übersichtliche und korrekte Kassenführung bescheinigten, stand der Entlastung des Vorstandes nichts mehr im Wege. Dank eines glücklichen Umstandes und der Weitsicht der im Vorstand handelnden Personen, konnte für das im Rahmen des Projektes „Modellstadt St. Goar im oberen Mittelrheintal“ geplante Lotsendenkmal bereits ein stattlicher Sockelbetrag einem Sonderkonto zugeführt werden.






