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28. Oktober 2009

Wünsche der Biebernheimer Bürger zur Dorferneuerung

„Der Umbau der alten Schule zu einem Bürgerhaus im Sinne einer behutsamen Bestandssanierung, in der die Grundstruktur des Gebäudes im Wesentlichen beibehalten wird“, so lautete die wichtigste Forderung der abgeschlossenen Dorfmoderation, bei der im Rahmen der Bürgerbeteiligung die Wünsche der Einwohner von St. Goar-Biebernheim ermittelt wurden. Diese Maßnahme wird auf rund 500.000 Euro veranschlagt.

Dipl. Ing. Gerald Pfaff vom Planungsbüro Stadt-Land-plus aus Boppard-Buchholz trug die in mehreren Arbeitskreisen der Biebernheimer Bürgerschaft zusammengestellte Wunschliste kommunaler Maßnahmen anlässlich einer von Stadtbürgermeister Walter Mallmann einberufenen Einwohnerversammlung vor. Der Dorfplatz soll umgestaltet werden und ein dort vor wenigen Monaten von der Stadt erworbenes Anwesen zu einem Feuerwehrgerätehaus umgebaut werden. Das Kriegerdenkmal und sein Umfeld sollen neu gestaltet werden und entlang der Pfalzfelder Straße ein weiterer Gehweg zwischen Kriegerdenkmal und Kapelle Maria Regina angelegt werden. Ein weiterer Fußweg wird von der Pfalzfelder Straße zum Sportplatz gewünscht.

Geeignete Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in der Straße „Im Stockgarten“ und in der Urbarer Straße wurden genannt. Die Biebernheimer Kinder und Jugendlichen füllten den künftigen örtlichen Maßnahmenkatalog um verbesserte Spiel-, Sport- und Aufenthaltsmöglichkeiten. In einer Fragebogenaktion waren auch die guten Vorschläge der Senioren ermittelt worden, die fast einhellig im Alter zu Hause wohnen bleiben möchten. Für Stadtbürgermeister Walter Mallmann steht fest, dass mit einem Bürgerhaus eine wichtige Voraussetzung für ein gutes dörfliches Miteinander geschaffen werden kann.

Nicht zu überhören waren aber auch offensichtliche Minderheitenmeinungen, die gerne einen anderen Standort des Bürgerhauses als die alte Schule hätten. Da sich der Ortsbeirat und die örtlichen Vereine jedoch einstimmig auf die Schule als Standort festgelegt und diesen dem Stadtrat empfohlen haben, ist ein Sinneswandel nicht zu erwarten.