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16. September 2009

Lichtskulptur von Ingo Bracke für den Loreley-Felsen


Löste sich im vergangenen Jahr der Loreley-Felsen im Netz der Wörter aus Heines Gedicht von der Loreley auf, so schlägt der Installationskünstler Ingo Bracke in diesem Jahr den
umgekehrten Weg ein. Seine Gran Tour, ganz Cool Britannia, durch das Mittelrheintal zum Loreley Felsen hin befreit die Ikone der Romantik aus ihrem Labyrinth. Bracke folgt als Nachfahr des Malers William Turner dessen Spur. Dieser fing das Licht in den Farben.

Bracke hingegen zeichnet mit Licht. Die Landschaft nimmt bei Bracke und seinen Mitreisenden, einem Dichter, einem Sänger, einem Musiker, einer Klangkünstlerin in Worten, Bildern und Klängen neue Formen an: Im Blick auf die Loreley, vom Wasser, vom Ufer, in der Bewegung, aus der Ruhe heraus. Am Ende der Reise bleibt das „Ich“ des Betrachters und sichert die Spuren seiner Existenz im Bild des Felsens als Ikone, Sage, Trugbild und Lied.