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Chorgemeinschaft St. Goar und Werlau: Mit musikalischem Schwung in den Frühling

Die Chorgemeinschaft St. Goar und Werlau eröffnete mit dem Lied „Unser tägliches Brot“ unter der Leitung ihres Dirigenten Helmut Wißing das Freundschaftssingen der Sängergruppe Mittelrhein. Fotos: Klaus Brademann


Am vergangenen Wochenende debütierte die Chorgemeinschaft (MGV Werlau und MGV St. Goar) als Veranstalter gleich zweier Chorabende am Freitag, 17. April 2009, und am Samstag, 18. April 2009, in der neuen Rheinfelshalle in St. Goar.

Horst Junker, Vorsitzender des MGV 1886 Werlau e. V., moderierte das Freund-schaftssingen der Chöre der Sängergruppe Mittelrhein.

Zunächst trafen sich die Chöre der Sängergruppe Mittelrhein zum alljährlichen Freundschaftssingen. Der Vorsitzende der Sängergruppe, Horst Junker aus Werlau, begrüßte neben dem Veranstalter den Gemischten Chor Rheinklang Biebernheim, den Quartett-Verein Hirzenach, den MGV und Kirchenchor Urbar, den Frauenchor Loreley Urbar und die Bälzer Sangesgilde aus Boppard. Alle Chöre stellten ihre neuen für das Jahr 2009 geprobten Lieder und Arrangements vor. Zu Gehör kamen Operettenmelodien und zeitgenössische Popsongs, der „Hahn von Onkel Giacometo“ krähte inmitten vom aufgeregten Gackern von Hühnern, Trommeln schlugen den Takt zu afrikanischen Volksweisen und „Dixieland“ als jazziger Chorsatz bildete den Kontrast zu den „American Folk Songs“. Die Frauen- und Männerchöre aus der Mittelrheinregion zeigten ihr breites Leistungsspektrum, das sie in den Monaten zuvor in den wöchentlichen Proben mit viel Ausdauer erarbeitet hatten.

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte“ – unter diesem Motto fanden sich am folgenden Abend Sängerinnen und Sänger von rechts und links des Rheins, von Mosel und Nahe und den Hunsrückhöhen zum gemeinsamen Frühlingssingen zusammen. Der Jahreszeit entsprechend trugen die Gäste aus Weyer, Niederfell, Hochstädten, Becherbach und Waldesch zusammen mit St. Goar und Werlau beschwingte Weisen vor, darunter „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ und viele Huldigungen an die im Frühjahr wieder erwachende Liebe. Die zahlreich erschienen Zuhörerinnen und Zuhörer verbrachten einen unterhaltsamen Abend, zu dem auch die gute Chorakustik im Auditorium beitrug.

Ehrungen im Rahmen des Freundschaftssingens der Sängergruppe Mittelrhein. Geehrt wurden u. a. Dieter Vetter, Herbert Graßmann, Heinz Heimburger und Jörg-Peter Karweik (von links nach rechts).

An beiden Veranstaltungsabenden wurde konzentriert sehr gute Chormusik geboten, was zeigte, welch bedeutsames kulturelles Potential durch die in ihrer Freizeit tätigen Sängerinnen und Sänger repräsentiert wird. Dies gilt es zu erhalten. Viele der teilnehmenden Chöre sehen das Ende ihrer aktiven Arbeit ab, weil der jüngere Nachwuchs ausbleibt. Diese Chöre freuen sich über Interessenten, die mitsingen wollen. Schnuppern Sie, liebe Leserin und lieber Leser, doch einmal unverbindlich die Choratmosphäre bei einer Probe. Musikalisch ist für jede(n) etwas dabei.

Gerhard Müller