14. Januar 2009
Die St. Goarer Senioren erinnern sich an alte Zeiten
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Unser Foto aus dem Stadtarchiv St. Goar aus dem Jahr 1940 zeigt die Arbeiten beim Bau der St. Goarer Umgehungsstraße, der heutigen B 9. |
Wenn der zweite Dienstag eines jeden Monats im Kalender steht, dann treffen sich inzwischen bis zu fünfzig ihrer Heimatstadt verbundene St. Goarer Senioren im Saal „Graf Diether“ in der neuen Rheinfelshalle, um ihre Erinnerungen aus früheren Zeiten aufzufrischen.
Dabei stellt sich Stadtbürgermeister Walter Mallmann als umsichtiger Moderator und akribischer Protokollführer zur Verfügung, der sich außerdem stets zu Ereignissen aus vergangener Zeit vorbereitet hat, um diese im Frage- und Antwortspiel mit den anwesenden Zeitzeugen zu ergänzen. Aber auch für die nicht in St. Goar aufgewachsenen Teilnehmer ist das Treffen sehr kurzweilig, da die erzählten Geschichten stets sehr spannend sind.
Dazu besorgt Stadtarchivar Franz-Josef Schwarz aus dem offenbar unerschöpflichen Fundus des städtischen Nachlasses regelmäßig für immer neue Themen aus alten Tagen. Dieser Nachlass wurde in den beiden letzten Jahren durch zahlreiche Fotos und Dokumente aus privatem Besitz ergänzt. Groß ist die gemeinsame Freude, wenn der Stadtbürgermeister verkünden kann, dass erneut ein Dachbodenfund zur Verfügung gestellt wurde, der einen weiteren Mosaikstein zur Vervollständigung einer recherchierten Geschichte darstellt.
Für zusätzlich gute Stimmung bei den Treffen sorgen abwechselnd Gertrud Mohr, Karin Adam, Gundi Anton und Lilo Rolinger, die das Ganze in diskreter Zurückhaltung als gemütliche Kaffeerunde gestalten. Gerhard Rolinger und Hildegard Mallmann fertigen zuvor aus dem jeweils vorliegenden Bildmaterial Powerpoint-Präsentationen, deren Aufnahmen vom Stadtbürgermeister Walter Mallmann einzeln erklärt und von den Teilnehmern mit dem Wissen aus ihrer Erinnerung ergänzt werden.
Bei der jüngsten Zusammenkunft griff Franz-Josef Schwarz auf bewegte Bilder der so genannten Wilbert-Filme zurück. Solche sind aus dem Nachlass des früheren St. Goarer Bild- und Filmdokumentar Walter Wilbert noch teilweise verfügbar und gut erhalten. Diesmal konnten die Senioren auf der Leinwand den in den Jahren 1939 und 1940 erfolgten Bau der jetzigen B 9 als St. Goarer Umgehungsstraße, das Kreissängertreffen in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts und die vor rund sechzig Jahren durchgeführten Kinder- und Jugendlager in Beulich verfolgen. Bei Letzterem erkannte sich mache der Anwesenden wieder.
Für die Termine in den kommenden Monaten stehen bereits mehrere Themen zur Auswahl. Es wird sogar ein zusätzlicher Termin eingeschoben, da die Identifizierung der Personen auf den zahlreich zur Verfügung gestellten Gruppenfotos aus der Kindergarten- und Schulzeit vieler Jahrgänge nur mit großem Zeitaufwand möglich ist.







