13. Mai 2008
Alexander Grebel: Heimatforscher,Friedensrichter, Abgeordneter
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Portrait Alexander Grebel |
Der in Koblenz als Sohn eines Advokaten und Notars geborene Alexander Grebel studierte an den Universitäten in Bonn und in Heidelberg das Studium der Rechtswissenschaften, das er mit Erfolg abschloss. 1830 wird er Referendar und 1836 Assessor. Über drei Jahrzehnte lang übte er in St. Goar bis zu seinem Tod im Jahr 1870 das Amt eines Friedensrichters aus.
Bekannt ist allgemein, dass Alexander Grebel als hoch anerkannter Heimatforscher mit seinen beiden Büchern „Das Schloss und die Festung Rheinfels“ und die „Geschichte der Stadt St. Goar“, die 1844 und 1848 im St. Goarer Verlag Carl Sassenroth erschienen, wichtige Beiträge zur St. Goarer Heimatgeschichte geliefert hat. Er war Mitglied des „Wetzlarschen Vereins für Geschichte und Alterthum“, der „Althertumsfreunde im Rheinland“ und des „Historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen“. Diese Tatsachen könnten Gründe dafür sein, warum die kleine Gasse in der St. Goarer Altstadt seinen Namen trägt.
Alexander Grebel war aber auch in der Zeit der Deutschen Revolution der Jahre 1848/49 ein engagierter Politiker. Er war in das Vorparlament der Paulskirche zu den Beratungen über die Bildung eines deutschen Parlaments berufen worden und
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Eintrittskarte zu den Beratungen über ein deutsches Parlament |
Da er zur katholischen Linken und damit zur Opposition gegen die damalige Obrigkeit zählte, war er im damals eher konservativ protestantischen St. Goar sehr umstritten. So erhielt er in seiner Heimatstadt bei der genannten Wahl auch nur einen geringen Prozentsatz der Stimmen, wurde aber insgesamt im damaligen Kreis St. Goar mit großer Mehrheit gewählt. Er nahm diese Wahl aber nicht an, sondern zog für einen niederrheinischen Wahlkreis in das Parlament ein.
In den St. Goarer Kreisblättern der Ausgaben von 1848 und 1849 zeugen zahlreiche Leserbriefe von heftigsten Auseinandersetzungen zwischen St. Goarer Bürgern und ihrem Mitbürger und Abgeordneten Grebel. Dabei ist auffallend, dass Grebel von Oberweseler Wahlmännern, wie ein im Stadtarchiv vorhandenes Dokument beweist, starke Unterstützung erhielt.
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Legitimation für den Abgeordneten der Zweiten Kammer |









