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12. Dezember 2007

Senioren erzählten Weihnachtsgeschichten

Im vorweihnachtlich geschmückten Sitzungssaal des St. Goarer Rathauses konzentrierten sich die zahlreich vertretenen Mitglieder des Seniorentreffs diesmal auf überwiegend selbst erlebte Weihnachtsgeschichten aus früherer Zeit. Franz-Josef Schwarz las einen Brief vom Nikolaus vor, der ihn in seiner Kindheit am Nikolaustag erreichte und den damals kleinen Jungen auf seine kindlichen Unzulänglichkeiten hinwies, die heute als absolut harmlos gelten würden. Aber der Nikolaus hatte nicht nur getadelt, sondern auch gelobt und er war auch nicht mit leeren Händen gekommen.

Dorothea Krick erzählte sehr anschaulich über das Kommen des Christkindes in ihrer Kindheit, das weiß gekleidet und verschleiert war, jedoch überraschenderweise einen Trauring trug und dessen Stimme sich irgendwie bekannt anhörte. Als Heranwachsende waren das für sie Hinweise, die erste Zweifel an der Überlieferung des vorweihnachtlichen Geschehens aufkommen ließen. Gundi Anton und Gertrud Mohr trugen zur Nachdenklichkeit anregende Geschichten vor. Den stärksten Eindruck hinterließen drei Vorträge über das von einigen Senioren selbst erlebte Geschehen am Heiligen Abend des Jahres 1944, als die Stadt durch feindliche Fliegerangriffe heimgesucht wurde.

Aber auch lustige Begebenheiten – so das von Anneliese Lang-Beck vorgetragene Gedicht von der Weihnachtsmaus – wurden zum Besten gegeben. Große Textsicherheit bewiesen die Senioren beim Singen der Lieder, die sie bereits vor Jahrzehnten unter dem Weihnachtsbaum gesungen haben. Sie bedankten sich bei Stadtbürgermeister Walter Mallmann, der den aktiv in der Heimatforschung tätigen Kreis vor drei Jahren ins Leben gerufen hat und der dessen regelmäßige Treffen vor- und nachbereitet, mit einem kleinen Geschenk.