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08. September 2007

Burg Rheinfels: Touristische Attraktion am Mittelrhein

Burg Rheinfels

Mit der Burg Rheinfels verfügt die Stadt St. Goar über eine der am meisten besuchten touristischen Attraktion im Mittelrheintal. Wer sich einmal über einige Stunden auf der mächtigen Burgruine aufhält, der vernimmt hier ein nahezu babylonisches Sprachengewirr. Besucher zahlreicher Nationalitäten lassen auf ihren Rheinreisen die mittelalterliche Feste nicht aus. Für die Finanzen der Stadt St. Goar sind die Eintrittsgelder für die Burg, wie es Stadtbürgermeister Walter Mallmann bezeichnete, das „Grundgehalt“, um den Verwaltungshaushalt jährlich ausgleichen zu können. Für dieses Jahr hofft er, dass am Ende einhunderttausend Besucher gezählt und außerdem – für ihn noch wichtiger – erstmals die Rekordsumme von dreihunderttausend Euro an Einnahmen erzielt werden können. Die Chancen dafür, so der Stadtchef, stünden nicht schlecht.

Walter Mallmann begründet die seit einigen Jahren kontinuierlich steigenden Einnahmen einmal mit der erfolgreichen Werbestrategie des Teams von Heike Denkel in der Touristinformation, die sich mit originellen Methoden an Schulen im ganzen Land wendet, um dort für einen Klassenausflug auf die Burg zu werben. Die Weitläufigkeit der Anlage mit ihren dunklen Minengängen bietet sich dafür geradezu an. Aber auch den Beherbergungsbetrieben der unterschiedlichsten Art, wie Jugendherbergen, Hotels und Pensionen, werden auf Wunsch abgestimmte Konditionen eingeräumt, die rege genutzt werden.

Großen Anteil am Erfolg haben laut Aussage des Bürgermeisters die Burgführer mit ihrem Vormann Günter End, die sich bei ihren regelmäßigen Führungen in hervorragender Weise auf ihr jeweiliges Publikum einstellen. Aber auch diejenigen Besucher, die ganz individuell die Burg erkunden möchten, finden dort mit der Beschilderung des preisgekrönten Rheinfelspfades ein hervorragendes Medium, das die Symbiose von Flora, Fauna und Historie in eindrucksvoller Weise erklärt.

Nachdem der Schlossberg renaturiert und der Landgräfin Anna Elisabeth-Weg als hoch interessanter Themenpfad angelegt wurde, ist der Anstieg zur Burg kurzweilig und längst nicht mehr so beschwerlich wie über die nach oben führende Fahrstraße. Wer es aber noch einfacher haben möchte, der nutzt den Burgexpress, wie sich die kleine Bimmelbahn nennt, die ihre Fahrgäste von den Schiffen am Rhein abholt und bequem auf die Höhe befördert. Schließlich wurde in den letzten Jahren das Stellplatzangebot für die Autofahrer erweitert, das vor allem in den Ferienmonaten gerne von Familien mit Kindern genutzt wird.