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01. September 2007

St. Goar: Stadtsanierung und Dorferneuerung

Die Sanierung der St. Goarer Altstadt entwickelt sich nach Aussage von Stadtbürgermeister Walter Mallmann zu einer Erfolgsstory. „Nachdem der Stadtrat einstimmig einen Zuschuss bis zu 25.000 Euro für einzelne förderfähige Maßnahmen privater Investoren beschlossen hatte und anfangs eine diskrete Zurückhaltung der Begünstigten bestand, hat sich die Situation in den vergangenen Wochen nachhaltig verändert.“ Die Nachfrage nach dieser Förderung ist sehr rege geworden. Die im Haushalt für das laufende Jahr zur Verfügung stehenden Mittel werden abgerufen und für das kommende Jahr sind bereits weitere Vorhaben angemeldet.

Zurzeit werden mehrere Maßnahmen an der Rheinfront sichtbar durchgeführt und weitere sind geplant. Aber auch in den Bereich der Fußgängerzone komme Bewegung. Mallmann ist optimistisch, dass einige leer stehende Gebäude, die für das Stadtbild bedeutend sind, in absehbarer Zeit wieder mit Leben gefüllt werden. Auch innerhalb der Altstadt, so der Stadtbürgermeister, tue sich etwas. Zurzeit liefen dort Planungen für die Sanierung eines ganzen Häuserblocks. Auch in den Verhandlungen mit der Bahn wegen der Sanierung des Bahnhofs gebe es Fortschritte, da ein Investor zu dessen Sanierung bereit stehe. Da es sich bei einigen sanierungswilligen Investoren um potenzielle Käufer der zu erwerbenden Immobilien handele, sei aber nach wie vor Geduld angesagt, da die jeweiligen finanziellen Vorstellungen der Käufer und der Verkäufer zu Beginn von Verhandlungen oftmals sehr unterschiedlich seien, was in der Natur der Sache liege. Die Stadt St. Goar beteiligt sich selbst mit der Sanierung des Rathauses an der inzwischen angelaufenen Städtebauförderung.

Walter Mallmann möchte es aber mit der Sanierung der Altstadt nicht bewenden lassen, sondern strebt auch für die Höhenstadteile Biebernheim und Werlau mit Hilfe von Maßnahmen der Dorferneuerung eine Belebung der Ortskerne und dadurch die Beseitigung der dort inzwischen ebenfalls vermehrt festzustellenden Leerstände an. In Biebernheim möchte er noch in diesem Monat im Rahmen einer Einwohnerversammlung die Möglichkeit der Förderung privater Hauseigentümer und städtischer Immobilien vortragen. Das ist in Werlau bereits geschehen. Dort wird ebenfalls in einer Einwohnerversammlung, die im Oktober stattfindet, darüber gesprochen, ob der Bau eines Feriendorfes angegangen werden soll, da eine solche Maßnahme die bisher vorgesehenen Maßnahmen erheblich verändern würde.