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16. Juni 2007

Die Restaurierung des Eiserturms steht an

Zur bereits geplanten Restaurierung des im Volksmund so genannten „Eiserturms“ bedarf es nach Aussage von Stadtbürgermeister Walter Mallmann in der nächsten Sitzung des Stadtrates eines zusätzlichen Beschlusses, da die Förderung aus Mitteln der Landesdenkmalpflege in Höhe von 80.000 Euro um 20.000 Euro städtischen Geldes aufgestockt werden muss. Der städtische Haushalt lässt diese Ausgabe ohne die Aufnahme von Schulden zu.

Der Turm ist einer von zehn Türmen der Befestigung, von der die Stadt bis zum 18. Jahrhundert umschlossen wurde. Südlich des Einschnitts des Lohbachtals sind in einem oberhalb der Bahntrasse gelegenen Mauerabschnitt vier Türme integriert. Der „Eiserturm“ – die Denkmalpfleger nennen ihn „Wehrturm“ – wird als erster restauriert werden.

Zum Turm schreibt Peter Knab in seinem im Jahr 1925 erschienen St. Goarer Heimatbuch: „Auf der südlichen Seite der Lohbachschlucht thronen, teilweise in sie hinein gebaut, die festen Bruchsteinreste eines starken Blockhauses, das die Biebernheimer ,Glockhaus’ nennen.“ Der verstorbene St. Goarer Dechant Karlwerner Eiser hatte sich vor Jahren den Turm als Domizil ausbauen wollen, nahm aber später Abstand von seinem Plan.

Da der Turm und die in späteren Jahren zur Restaurierung anstehende südliche Escarpierung mit drei weiteren Türmen nur über eine lang gezogene Treppe erreichbar und eine Anlieferung von Baumaterial über die Fahrleitung der Bahn nicht möglich ist, wird nach Auskunft von Stadtbürgermeister Walter Mallmann möglichst zeitnah eine Monorakbahn installiert, die auch für den künftig geplanten Ausbau des so genannten „Kurzen Pfades“ benötigt wird.