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13. März 2007
Zeitzeugen erzählen über den St. Goarer Wein
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Das dem St. Goarer Stadtarchiv überlassene Foto aus dem Jahr 1930 zeigt die Weinleserinnen bei der Ernte
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Beim jüngsten Treffen der St. Goarer Senioren erzählte Dieter Roth seine als Kind vor mehr als einem halben Jahrhundert erlebte Geschichte des Weinanbaus in den früheren St. Goarer Lagen: „Seelenbach, Auf dem Wolfsberg, Kuhstall“ und „Ober der Bach“, die alle in den Rheinhängen gegenüber der Loreley lagen. Längst haben Brombeerhecken und dichtes Gestrüpp die Weinberge überwuchert, in denen einstmals ein köstlicher Riesling wuchs. Sehr anschaulich schilderte Roth die unterschiedlichen Tätigkeiten im Steilhang und im Keller, die in mühevoller Handarbeit beim Schneiden, Binden, Düngen, Spritzen, Lesen und Keltern notwendig waren, „bis der Tropfen im Becher war.“ Roth wusste besonders von der Geschicklichkeit der im elterlichen Betrieb bei der Weinlese beschäftigten Frauen aus Urbar zu berichten.
Seine Erzählungen wurden von Anton Pabst aus St. Goar-Biebernheim sachkundig ergänzt. Er verkaufte seine Ernte stets an die Urbarer Winzergenossenschaft und er schwärmt noch heute von seinen Trauben des Jahrgangs 1938, aus denen ein Jahrhundertwein geworden sei. Trotz der mühevollen Arbeit ging er gerne in den Weinberg und bedauerte, dass er und seine Nachbarn in der Lage „Kuhstall“ nach dem 2. Weltkrieg den Weinanbau nach und nach aufgeben mussten. Es rentierte sich immer weniger. Der Zugang von unten wurde außerdem nach der Elektrifizierung der Rheintaleisenbahn immer gefährlicher, da die Deutsche Bundesbahn die Drehkreuze entfernte. Das so genannte Übergangsrecht wurde eingeschränkt.
Aus den mehrfachen Nachfragen von Stadtbürgermeister Walter Mallmann nach der genauen Topographie und den früheren Zugängen zur Lage „Kuhstall“ kann geschlossen werden, dass diese über einen Wanderpfad wieder zugänglich gemacht werden könnte.
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Karin Adam (St. Goar) Mittelrhein-Weinkönigin 1960-1962
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Karin Adam, Mittelrhein-Weinkönigin der Jahre 1960-1962, schilderte ihre Erlebnisse als Repräsentantin des mittelrheinischen Weines bei unterschiedlichen Anlässen. Höhepunkt ihrer Regentschaft war die Teilnahme an der Wahl zur Deutschen Weinkönigin im Jahr 1961 in Neustadt an der Weinstraße. Ihre Auftritte, an die sie sehr gerne zurück denkt, beschränkten sich ansonsten überwiegend auf heimische Weinfeste. Inzwischen hat Martina Lorenz (früher Nickenig) vom St. Goarer Flairhotel Landsknecht, die in späterer Zeit zur Mittelrhein-Weinkönigin und zur Deutschen Weinprinzessin gewählt wurde, dem Stadtbürgermeister zugesagt, dass auch sie die Recherchen der Senioren um die St. Goarer Weingeschichte tatkräftig unterstützen wird.