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28. Februar 2007

Auf dem Aussichtspunkt „Spitzer Stein“ wird eine Schutzhütte errichtet

Unser historisches Foto aus dem Stadtarchiv St. Goar zeigt das markante Naturdenkmal „Spitzer Stein“.

Nachdem vor zwei Jahren mit spürbarer Unterstützung des europäischen Leader-Plus-Programms und des Landes Rheinland-Pfalz der Aussichtsturm auf dem Spitzen Stein errichtet, der dazu gehörende Parkplatz erweitert und das gesamte Ensemble in das Wanderwegnetz der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel einbezogen wurde, steht jetzt der Bau einer Schutzhütte auf dem dortigen Plateau bevor.

Das notwendige Bauholz hat Revierförster Hubertus Jacoby aus dem St. Goarer Stadtwald angeliefert und Stadtbürgermeister Walter Mallmann hat als „Bauherr“ den entsprechenden Bauantrag unterschrieben, da die Schutzhütte im „Dreiländereck“ zwischen Urbar, Niederburg und St. Goar auf städtischen Grund errichtet wird. Verbandsbürgermeister Thomas Bungert hat von seinem Rat die erforderlichen Beschlüsse für die Finanzierung eingeholt, sodass in Kürze der Baubeginn erfolgt.

Stadtbürgermeister Walter Mallmann hat im St. Goarer Kreisblatt – der damaligen Lokalzeitung – vom 9. Oktober 1839 einen interessanten Artikel ausgegraben, der damals bereits über den Spitzen Stein wie folgt berichtete: „Immer höher trug uns der Pfad, als plötzlich ein Höhenzug vor uns trat, dessen Abhang von Felsquarztrümmern bedeckt war, und auf der Höhe stand, wie die Ruine einer mächtigen Burg, vor uns – der Spitze Stein. Überrascht eilten wir ihm zu und fanden gewaltige Quarzfelsmassen, die in unregelmäßigen Blöcken, auf und übereinander gelagert ganz eigenartige Gestaltungen bildeten.“

Dass die geplante neue Schutzhütte bereits eine Vorgängerin hatte, das konnte Walter Mallmann im St. Goarer Kreisblatt vom 25. Juni 1880 recherchieren, in dem berichtet wird: „Das Häuschen am ,Spitzen Stein’, dessen Renovation der hiesige Verschönerungsverein veranlasst, ist jetzt ebenfalls fertig gestellt und bietet den Spaziergängern wieder sicheren Schutz bei eintretendem Unwetter.“