01. August 2004
Der geplante Landschaftsgarten im Schlossberg nimmt Gestalt an
![]() |
Im November des vergangenen Jahres war das bis dahin schwer zugängliche Gelände im St. Goarer Schlossberg – zwischen der Jugendherberge und der Burg Rheinfels gelegen – durch ein Spezialunternehmen entbuscht worden. Bei dieser Gelegenheit hatte der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium Harald Glahn (FDP) das ehrgeizige Projekt als ein „Leuchtfeuer im Rahmen der vorbildlichen Aktivitäten am Mittelrhein“ bezeichnet.
Vor wenigen Tagen wurden die im Laufe der Jahrzehnte zugewachsenen alten Weinbergsterrassen gerodet. Diese Arbeiten erfolgten im Rahmen des von der Deutschen Bahn zu erbringenden Ausgleichs für deren Eingriffe in die Natur anlässlich der Hangsicherungsmaßnahmen in der St. Goarer Gemarkung. Der neue Weinberg wird, so Stadtbürgermeister Walter Mallmann, im Frühjahr des kommenden Jahres wieder bestockt und durch die Anlage einer Monorackbahn für die Bewirtschaftung zugänglich gemacht. Die Vermarktung des künftig dort wachsenden Weins ist laut Aussage des Stadtbürgermeisters bereits heute garantiert.
Inzwischen ist nach historischem Vorbild die Trasse des an der Jugendherberge beginnenden Panoramaweges hinauf zur Burg bereits gelegt. In den kommenden Wochen werden die Trockenmauern an den vorhandenen historischen Balustraden erneuert, Treppenstufen ausgebessert und neu verlegt und ein Geländer angebracht. Auf Wunsch des Landesamtes für Denkmalpflege soll der Weg zur Erinnerung an eine frühere Schlossherrin den Namen „Landgräfin Elisabeth-Weg“ tragen.
In den kommenden Monaten wird der bereits geplante „Kulturhistorische Stadtrundgang“, der durch die Altstadt bis zur Jugendherberge führt, fertig gestellt werden. Der „Landgräfin Elisabeth-Weg“ wird diesen mit dem bereits vorhandenen Rheinfelspfad, den das Landesamt für Denkmalpflege als mustergültig für andere Burgen in Deutschland bezeichnet, verbinden.







