16. Juni 2005
St. Goarer Senioren arbeiten Stadtgeschichte auf
![]() |
Das Hotel Lilie diente im 1. Weltkrieg als Lazarett |
Die beiden städtischen Beigeordneten Hugo Kirschhoch und Marika Beuter protokollierten mit großer Sorgfalt die Berichte der Zeitzeugen über die Feuerwerksspektakel vergangener Zeiten. Im Mittelpunkt der sorgfältigen Recherchen stand das Fest „Rhein in Flammen“ des Jahres 1939. Damals waren zahlreiche in- und ausländische Gäste als Teilnehmer des Internationalen Weinbaukongresses von Bad Kreuznach nach St. Goar gekommen, um sich von der Burg Rheinfels aus an dem geplanten pyrotechnischen Schauspiel zu erfreuen. In die fröhliche Veranstaltung platzte die Meldung vom bevorstehenden Kriegsbeginn. Es kam Panik auf und die Besucher aus Europa und Übersee verließen damals fluchtartig die Stadt St. Goar.
Die Erforschung der Geschichte von St. Goarer Häusern steht ebenfalls als langfristiges Projekt auf der Agenda des Seniorenkreises. Beim Zusammentragen der schriftlichen und mündlichen Überlieferungen über das frühere Hotel Lilie wurde hoch Interessantes zu Tage gefördert. In diesem Haus nächtigte im achtzehnten Jahrhundert der damals sechsjährige Wolfgang Amadeus Mozart anlässlich einer Rheinreise mit seinem Vater und seiner Schwester und während des ersten Weltkrieges war hier ein Lazarett eingerichtet. Für die nächste Zusammenkunft in der ersten Juliwoche werden einige Aktive zu weiteren Gebäuden Informationen unterschiedlicher Art sammeln. Mit der Herausgabe einer Broschüre über die letzten Kriegstage des Jahres 1945 in St. Goar, das erfuhren wir von Stadtbürgermeister Walter Mallmann, wird in Kürze ein erstes Ergebnis der heimatgeschichtlichen Recherchen herausgegeben.







