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15. April 2005

Mit dem Mühlenweg wird ein weiterer Themenpfad angelegt

Mit der Anlage des Themenpfades „Mühlenweg“ wird die Stadt St. Goar die über Jahrhunderte währende Tradition der ehemals in den beiden St. Goarer Tälern des Gründelbachs und des Heimbachs gelegenen Mühlen wieder sichtbar machen. Die Vorbereitungen dazu sind nach Aussage von Stadtbürgermeister Walter Mallmann und Ortsvorsteher Michael Hubrath in vollem Gang. Von einem Dutzend ehemaliger Mühlen, die früher als Sägemühlen, Ölmühlen, Lohmühlen und Getreidemühlen betrieben wurden, ist nur noch eine übrig geblieben.

Heute dreht sich das Mühlrad nur noch in der Mühle Philipps, die als Getreidemühle betrieben wird und an die ein Bioladen und eine Schänke angeschlossen sind. Außerdem wird die frühere Mühle Knab als Gaststätte im Gründelbachtal weitergeführt.

Bereits seit drei Jahren erfreut sich der „Mühlenweg“ als eine Etappe des Rundwanderweges im Tal der Loreley bei den Wanderern einer großen Beliebtheit. Auf dieser Wegestrecke wird künftig auf geschmackvoll gestalteten Tafeln die Geschichte der einzelnen Mühlen, von denen teilweise kein Stein mehr vorhanden ist, deren Standorte aber bekannt sind, nacherzählt.

Walter Mallmann: „Da werden neben den nachgewiesenen Geschichten, die aus alten Dokumenten recherchiert wurden, auch Karl Mays Erzählung von der im Mühlenteich versenkten Schatzkiste beschrieben, die dort in der Phantasie von ,Winnetous Vater’ vor mehr als hundert Jahren angeblich vor den napoleonischen Truppen versteckt worden sein soll.“