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05. Januar 2005

St. Goar: Stadtbild soll im neuen Glanz erstrahlen

Nachdem in den vergangenen Jahren der oberhalb der St. Goarer Altstadt befindliche so genannte Reusche Park durch eine sorgfältige Pflege wieder als stadtnahes Erholungsgebiet zugänglich gemacht wurde, folgte als nächste Maßnahme die Renaturierung des völlig überwucherten Naturlehrpfades, der ehemals unter der Leitung des damaligen Grundschulrektors Egon Bauer mit viel Liebe zum Detail angelegt worden war.

Jetzt steht nach Aussage von Stadtbürgermeister Walter Mallmann die Restaurierung der ebenfalls teilweise in diesem Areal gelegenen so genannten Eskarpierung – der historischen Burg- und Stadtbefestigung – als größeres Projekt auf dem Programm, das sich wegen der hohen Gesamtkosten sicherlich über mehrere Haushaltsjahre hinziehen wird.

Diese Planung, die dem Stadtrat in der kommenden Woche im Rahmen der Verabschiedung des städtischen Etats für 2005 zur Beschlussfassung vorliegt, ist in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgesprochen. Auf rund eine Viertelmillion Euro ist der erste Bauabschnitt veranschlagt, dessen Kosten aus Mitteln des Investitionsstocks und der Denkmalpflege finanziert werden soll.

Bei den Türmen und Mauern der Eskarpierung handelt es sich um bedeutende historische Bauwerke am Mittelrhein, die zurzeit noch von Büschen, Bäumen und Hecken verdeckt und durch Witterungseinflüsse und Vandalismus stark in Mitleidenschaft gezogen sind. Die Restaurierung wird nach dem Vorschlag der Mainzer Fachleute am Gut Rheinfels beginnen und an der südlichen Grenze der Kernstadt, dem Tunnel am Bankeck, enden.

Danach sollen die historischen Gemäuer freigestellt und angestrahlt werden, um das gesamte Stadtbild in neuem Glanz sichtbar werden zu lassen. Fazit des Bürgermeisters: „Es lohnt sich, die verborgenen Schätze unserer Stadt zu heben, auch wenn dafür Mut, Geld, Zeit und Geduld aufgebracht werden muss.“