03. Dezember 2006
Umfangreiches Zukunftsprogramm bei der Einwohnerversammlung in Werlau vorgestellt
Über ein umfangreiches Zukunftsprogramm wurden die Bürger des St. Goarer Höhenstadtteils Werlau anlässlich der jüngsten Einwohnerversammlung im Saalbau des Gasthauses „Zur alten Winzerstube“ informiert. Wenn auch der Neubau der Rheinfelshalle, der nach seiner Vollendung den Schülern und Vereinen aller Stadtteile gleichermaßen zugute kommt, im Mittelpunkt der nächstjährigen St. Goarer Kommunalpolitik steht, so wird bereits jetzt für die Zeit nach dem Rheinfelshallenbau geplant.
Stadtbürgermeister Walter Mallmann und Ortsvorsteher Horst Vogt unterschieden zwischen kurz-, mittel- und langfristig geplanten Investitionen und außerdem nach Maßnahmen, die im Ehrenamt von der Dorfgemeinschaft oder in der Regie der Stadt St. Goar sowie von Dritten durchgeführt werden.
Der in Eigenregie und ohne städtische Mittel geplante Bau einer Grillhütte ist nach Aussage von Ortsvorsteher Horst Vogt in greifbare Nähe gerückt, nachdem das Baumaterial durch eine großzügige Spende weitestgehend zur Verfügung steht und der Grundstock der notwendigen Eigenmittel durch den Erlös aus dem kürzlich mit gutem Erfolg stattgefundenen Erntedankfest gelegt ist.
Nachdem der Verbindungsweg von der Hellsgasse bis zum Friedhof mit finanzieller Unterstützung der RWE im Ehrenamt hergestellt ist, wurde auf einstimmigen Antrag des Ortsbeirats die Summe von 11.400 Euro für notwendige Gestaltungsmaßnahmen auf dem örtlichen Friedhof in den städtischen Haushalt des kommenden Jahres eingestellt. Bauhofleiter Jürgen Goedert erläuterte auf Anfrage dazu die Einzelheiten.
Nachdem nach Auskunft des Landesbetriebes Straßen und Verkehr (LSV) Bad Kreuznach der Ausbau der L 213 in der Ortsdurchfahrt im Jahr 2009 erfolgen soll, könnte damit die mittelfristig beabsichtigte „Dorferneuerung St.Goar-Werlau“ einhergehen. Dazu gibt es bereits erste detaillierte Vorüberlegungen des Ortsbeirats, die mit der fachkundigen Unterstützung der Werlauer Architekturstudentin Melina Roos und unter Berücksichtigung einer bereits aus früherer Zeit stammenden Planung aktualisiert werden sollen, damit der Stadtrat zeitnah seine Zustimmung geben und die entsprechenden Förderantrage an das Land gestellt werden können. Melina Roos zeigte an einem Beispiel sehr ansprechend die vielfältigen Möglichkeiten auf, die das Dorf Werlau noch sehr viel schöner werden lassen könnten. Stadtbürgermeister Walter Mallmann erläuterte die aus einem solchen Programm entstehenden Fördermöglichkeiten, von denen auch Maßnahmen Privater profitieren würden.
Die für St. Goar-Werlau bestellte Seniorenbeauftragte Hildegard Fendel gab einen eindrucksvollen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten, die sich für ältere und einsame Menschen mit der geplanten Aktion „Im Alter zu Hause leben“ ergeben können. Dazu werden ehrenamtliche Helfer benötigt. Erste Erfolge sind bereits sichtbar, da sich die in zweiwöchigem Turnus im Gemeindehaus „Alte Schule“ stattfindenden Spielnachmittage einer regen Beteiligung erfreuen.
Zum Thema „Feriendorf Rheingold“ in der Gemarkung von St. Goar-Werlau konnte Stadtbürgermeister Walter Mallmann lediglich mitteilen, dass es dazu eine Machbarkeitsstudie gebe und VG-Bürgermeister Thomas Bungert erste und zurzeit noch unverbindliche Verhandlungen führe.






