28. August 2006
Sanierung der St. Goar Altstadt tritt in die entscheidende Phase
Die Stadt St. Goar stellt sich dem negativen Trend des langsamen Verfalls ihrer Altstadt mit einem Modernisierungsprogramm, das die privaten Investoren, die sich an der Stadtsanierung beteiligen, mit einem Höchstbetrag bis zu 25.000 Euro fördert.
In großer Einmütigkeit fasste der Stadtrat den dazu nach dem Städtebauförderungsgesetz erforderlichen Beschluss. Wenn es nach Stadtbürgermeister Walter Mallmann geht, dann soll die Maßnahme zum Modellprojekt auch für die nicht wenigen anderen mittelrheinischen Städte werden, die mit dem gleichen Problem zu kämpfen haben. Er bemüht sich deshalb um einen vom Land Rheinland-Pfalz zu diesem Thema geplanten Architektenwettbewerb.
Ortsvorsteher Michael Hubrath nannte als Sprecher der CDU-Fraktion den Ratsbeschluss als einen der bedeutendsten in der Stadtgeschichte letzter Jahrzehnte. Für Thomas Feldheim (SPD-Fraktion) ist das Vorhaben ein wichtiger kommunalpolitischer Meilenstein.
Der Stadtrat wird zu der Zweidrittelförderung aus den Bundesmitteln nach dem Städtebauförderungsgesetz entsprechend der Nachfrage der privaten Investoren in den kommenden Haushaltsjahren das fehlende Drittel in den städtischen Haushalt einstellen.
Kurzfristig könnten nach Auskunft von Stadtbürgermeister Walter Mallmann rund 600.000 Euro für die St. Goarer Altstadtsanierung abgerufen werden. Damit würde nicht nur deren Attraktion entscheidend gehoben, sondern Handwerk und Gewerbe könnte mit zahlreichen Aufträgen rechnen, die sich sehr nachhaltig und positiv auf dem heimischen Arbeitsmarkt auswirken würden.
Die inzwischen eingeleitete Befragung der innerstädtischen Gründstückseigentümer lässt nach Aussage des Stadtplaners Friedrich Hachenberg auf deren rege Beteiligung an der Maßnahme hoffen. Alle Grundstückseigentümer, die bisher ihr Interesse noch nicht bekundet haben, werden gebeten, sich umgehend bei Bauamtsleiter Jürgen Gruber bei der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel – Tel. 06744-91130 – zu melden.






