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28. August 2006

St. Goar: Das Tusculum wird zum Schmuckstück herausgeputzt

Mit der vollständigen Renovierung des so genannten Tusculums, dem kleinen im St. Goarer Schlossberg gelegenen und weit in das Rheintal sichtbaren weißen Gebäudes, werden nach Aussage von Stadtbürgermeister Walter Mallmann in den beiden kommenden Monaten die seit fünf Jahren währenden Bauarbeiten unterhalb der Burg Rheinfels abgeschlossen. Das Tusculum war in den vergangenen Jahren stark verwahrlost, durch Vandalismus beschädigt und dem Verfall preisgegeben.

Jetzt soll das über einhundert Jahre alte Gebäude, in dem einstmals der berühmte Maler Otto Dix kreativ tätig war, in den ebenfalls neu zur Burg angelegten Wanderpfad einbezogen werden und mit einem neuen Dach, neuen Fenstern und Türen und einem entsprechenden Innen- und Außenputz ein fein herausgeputztes Schmuckstück werden.

In einem ersten Bauabschnitt sind bereits umfangreiche Sicherungsarbeiten um den auf einem Felsplateau befindlichen Aussichtspunkt durchgeführt worden. Der größte Teil der jetzt auf rund 70.000 Euro geschätzten Kosten des zweiten Bauabschnitts werden vom Landesamt für Denkmalpflege übernommen und den Rest bringt die Stadt St. Goar auf.

Um die künftige Nutzung des kleinen Hauses machen sich Stadtbürgermeister Walter Mallmann und Ortsvorsteher Michael Hubrath keine Sorgen, da bereits Anfragen von Künstlern vorliegen, die sich in der Nachfolge von Otto Dix gut vorstellen können, an dieser exponierten Stelle des Welterbetals kreativ tätig zu werden.