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26. Juni 2006

Die St. Goarer Kinder erlebten ihren Stadtwald

Revierförster Hubertus Jacoby lüftete für die Kinder so manches kleine Geheimnis des St.Goarer Stadtwaldes.

Den St. Goarer Kindern ihre bei vorausgegangenen Veranstaltungen geweckte Wanderfreude zu erhalten und sie gleichzeitig auf spielerische Weise in die Vielfalt des Waldes einzuführen, das war das Ziel der gemeinsamen Sommerwanderung der Rheinfels-Schule und des örtlichen Kindergartens, die auf der „Kupperswies“ startete.
Für deren Organisation hatte Stadtbürgermeister Walter Mallmann nicht nur die Schulleitung und die Verantwortlichen des Kindergartens begeistern können, sondern der städtische Bauhof, die St. Goarer Wanderfreunde und auch das Forstamt Boppard stellten jeweils ein sachkundiges Team zur zuvor von Bauhofleiter Jürgen Goedert und Revierleiter Hubertus Jacoby perfekt vorbereiteten Organisation ab.

Groß war die Aufmerksamkeit und riesig die Begeisterung am Waldmobil, an dem die Kinder die vielfältigen Tierarten des Waldes, ob Hase, Reh, Fuchs oder Dachs bestaunen.

An mehreren Standorten innerhalb des Stadtwaldes waren die Kinder bei so genannten Blindproben zur Schärfung ihrer Sinnesorgane gefordert. War beim Schmecken zwischen Nutella, Honig und Himbeermarmelade der Unterschied noch leicht festzustellen und beim Riechen problemlos auf Zimt, Essig oder Maggi zu kommen, wurde die Bestimmung der Geräusche von Regenfall, Hagelschlag und unterschiedlichen Vogelstimmen schon schwieriger und beim mit verbundenen Augen angesagten Fühlen von Tannenzapfen, Walnüssen, Kieselsteinen oder Rehgehörn war die richtige Antwort nicht immer sofort parat.

Erste Diskussionen entwickelten sich unter den kleinen Naturforschern bei der Bestimmung der unterschiedlichen Baumarten und sie staunten nicht schlecht, als ihnen die sachkundigen Fachleute des Forstes eine breite Palette heimischer Hölzer vorstellten. Groß war die Aufmerksamkeit und riesig die Begeisterung am Waldmobil, an dem sie die vielfältigen Tierarten des Waldes, ob Hase, Reh, Fuchs oder Dachs bestaunten. Eifrig brachten die Kinder ihr eigenes Wissen ein, das die Forstbeamten stets auf diskrete Art und Weise zu ergänzen wussten.

Die auf einer Lichtung originell konzipierte Ausstellung vielfältigster Werkzeuge, Geräte und Maschinen, die für eine moderne und nachhaltige Beförsterung vorgehalten werden, lösten bei den jugendlichen Betrachtern großes Erstaunen aus und dem Angebot auf dem Sitz einer mächtigen modernen Holzerntemaschine Platz zu nehmen, konnten sie natürlich nicht widerstehen. „Das war heute ein richtiges Abenteuer“, kommentierte einer der ABC-Schützen das schulische Geschehen der etwas anderen Art.

Am Ende dieses in den Stadtwald verlegten Schultages erhielt jeder der kleinen Marschierer eine Mütze der Landesforsten und außerdem die bei den regelmäßigen St. Goarer Schulwanderungen schon obligatorische Ehrenurkunde des Bürgermeisters.

Walter Mallmann: „Diesmal wollten wir die Begeisterung und das Interesse unserer Kinder für den Wald als Lebensraum wecken und ihn als vernetzte Lebensgemeinschaft zeigen.“ Rheinfels-Schulleiterin Marlene Eberhard bedankte sich bei den Organisatoren der großartigen Veranstaltung und freut sich mit ihren Kindern auf die gemeinsame Herbstwanderung.

Schulstunde der Rheinfels-Schüler und der Kindergartenkinder auf der „Kupperswies“