St. Goar >Aktuelles >> 2006

28. Mai 2006

Die Wilhelm Kuhn - Gemäldesammlung wird teilweise aufgelöst

Der aus St. Goar-Biebernheim stammende und vor wenigen Jahren verstorbene Maler Wilhelm Kuhn hat seinem Heimatdorf eine mit Zweckbindung versehene beträchtliche Geldsumme hinterlassen und seiner Kirche eine mehr als zweihundert Exemplare zählende Gemäldesammlung. Diese Sammlung wurde inzwischen von der Kirche dem St. Goarer Höhenort kostenlos übereignet. Ein kleinerer Teil der Gemälde soll nach dem Willen des Ortsbeirats und Ortsvorsteher Bernd Heckmann im künftigen Bürgerhaus auf Dauer ausgestellt werden. Der größte Teil der Sammlung wird zugunsten eines guten Zwecks aufgelöst.

Am Sonntag, dem 11. Juni 2006, werden diese Gemälde des Künstlers, der in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts an der Kunsthochschule in Karlsruhe studierte, in der St. Goarer Rheinfelshalle von 11 bis 18 Uhr zum Kauf angeboten. Es handelt sich um Gemälde mit den Ansichten unterschiedlichster Gebirgs- uns Seenlandschaften, Porträts, Stillleben und Kopien berühmter Gemälde wie beispielsweise die Toteninsel von Arnold Böcklin. Gemälde von der Golden Gate Bridge, dem Matterhorn und mediterraner Landschaften geben einen Hinweis auf ein möglicherweise vorhandenes Fernweh des Künstlers, der erst im Jahr 1949 aus russischer Kriegsgefangenschaft heimkehrte.

Heute hängen bereits manche „Kuhns“ in mittelrheinischen und Hunsrücker Wohnstuben und zahlreiche Hausfassaden zieren die Werke des in seinem Leben sehr bescheidenen Mannes, der sein auf den Rheinhöhen gelegenes Heimatdorf Biebernheim nach seinem Tod so großzügig bedachte. Mit der Auflösung eines Teiles der Sammlung möchten Stadtbürgermeister Walter Mallmann und Ortsvorsteher Bernd Heckmann den zahlreichen Nachfragen aus der Region um den Erwerb eines Kuhn-Gemäldes entsprechen.