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27. April 2006

Der Hansenweg wurde als Themenpfad neu eröffnet

Einweihung des Hansenweges als Themenpfad am 23.April 2006. Unser Bild zeigt von links nach rechts: Ortsvorsteher und Hansenbrüder Michael Hubrath, Bauholfleiter Jürgen Goedert, die Hansenbrüder Ingo Rabe und Mathias Theisges, Hansenmeister Rudolf Ackermann, Stadtbürgermeister Walter Mallmann und die Hansenbrüder Kurt Minge, Wolfgang Scherer, Manfred Julius und Manfred Buchhorn. (Foto: Hildegard Mallmann)

Mit der Eröffnung des Hansenweges als so genannter Themenpfad setzten Stadtbürgermeister Walter Mallmann, Kernstadt-Ortsvorsteher Michael Hubrath und Hansenmeister Rudolf Ackermann an der Spitze einer stattlichen Delegation seines Ordens einen weiteren Meilenstein in dem mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmten ehrgeizigen Konzept der Stadt St. Goar.

Danach werden die bereits gut ausgebauten St. Goarer Wanderwege mit einer geschmackvollen Beschilderung versehen, in der Flora, Fauna und Historie jeweils aussagekräftig beschrieben sind. Der Hansenweg windet sich vom Eingang des Gründelbachtals als schmaler Pfad, der eine wundervolle Aussicht auf den Rhein und die Weinberge des Ameisenberges und des Frohwingert bietet, bis hinauf zur Burg Rheinfels.

In der heutigen Form wurde der Weg vor siebzig Jahren vom „Internationalen Hansenorden zu St. Goar am Rhein e.V.“ als eine der ersten Baumaßnahmen des damals als Verein wieder erstandenen Ordens angelegt. Daher ist er auch nach der früheren mittelalterlichen St. Goarer Kaufmannsgilde als Hansenweg benannt. Er erschließt auf besonders reizvolle Weise die äußeren Befestigungsanlagen der Burg.

Die markanteste Stelle des Hansenweges ist die nach einem ehemaligen Festungskommandanten benannte Sames-Schanze. Diese offene Geschützstellung, eine so genannte Bonette, wurde schon im 17. Jahrhundert in den Fels geschlagen. Von der Einweihungsfeier im Jahr 1937 zeugt ein im Stadtarchiv vorhandenes historisches Foto von Fritz Bubenheim. Seit dieser Zeit wird die Sames-Schanze auch Hansenplatz genannt.

Außergewöhnlich starke Regenfälle verursachten in den ersten Tagen des Jahres 2003 einen Erdrutsch, durch den der obere Teil des Hansenweges völlig zerstört wurde. In der Folge behoben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes unter der sachkundigen Leitung von Jürgen Goedert die enormen Schäden in einer umfangreichen Baumaßnahme. Das hatte zur Folge, dass der Hansenweg als einer der attraktivsten Abschnitte in das Netz des überörtlichen Rheinburgen-Wanderweges einbezogen wurde. Mit der durch den Diplom-Biologen Thomas Merz (Weiler bei Bingen) entworfenen Konzeption wurde der Hansenweg jetzt als Themenpfad eine weitere touristische Attraktion im Mittelrheintal.