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11. April 2006

Senioren erforschen St. Goarer Eisenbahngeschichte

Unser Bild zeigt den ersten Zug nach der Elektrifizierung der linksrheinischen Rheinstrecke auf dem Bahnhof St. Goar. (Foto Stadtarchiv St. Goar)

Die Aufarbeitung der St. Goarer Eisenbahngeschichte stand im Mittelpunkt des jüngsten Treffens des Seniorenkreises „St. Goarer Geschichte(n)“. Dorothea Krick schilderte als Zeitzeugin sehr eindrucksvoll das Geschehen am St. Goarer Bahnhof aus der Sicht einer Jugendlichen während des 2. Weltkrieges. Sie erinnert sich präzise und bis in das kleinste Detail an das Aussehen der damaligen Bahngebäude, an das Umfeld und an dort beschäftigte Eisenbahner.
Norbert Belzer begeisterte als ehemaligerund langjähriger Bundesbahnbeamter am St. Goarer Bahnhof die Versammlung mit einem Bericht aus eigenem Erleben.Wer erinnert sich heute noch an Bahnsteigkarten, Gepäckaufbewahrung, Expressgut und Frachtbriefe, an Wartehallen und an Bahnhofsgaststätten unterschiedlicher Klasseneinteilung?
Stadtbürgermeister Walter Mallmann hat sich beim Landeshauptarchiv in Koblenz über die dort zur St. Goarer Eisenbahngeschichte vorhandenen Dokumente erkundigt: „Da gibt es noch vieles aufzuarbeiten. Wer weiß heute noch, dass es beispielsweise einmal Pläne für einen Bahnbau von St. Goar nach Kastellaun gab?

Die inzwischen rund einhundertfünfzig Jahre währende örtliche Eisenbahngeschichte möchten die St. Goarer Heimatforscher akribisch aufarbeiten. Demnächst werden dazu ehemalige beim Bahnhof und bei der Bahnmeisterei St. Goar beschäftigte Eisenbahner zu einem Gespräch ins St. Goarer Rathaus eingeladen. Walter Mallmann: „Die Erlebnisberichte der Zeitzeugen sind durch nichts zu ersetzen.“