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03. April 2006

Bürgerempfang unter dem Motto: „Perspektive St. Goar 2011“


So groß war der Andrang des interessierten Publikums bei einem St. Goarer Bürgerempfang, der am vergangenen Sonntag in der Rheinfelshalle stattfand, bisher noch nie. Im kommenden Jahr möchte Stadtbürgermeister Walter Mallmann diese Veranstaltung mit der Einweihung der neuen Rheinfelshalle verbinden. Das war die erste der mit großem Interesse aufgenommenen Perspektiven, die er gemeinsam mit dem Stadtrat und der Bürgerschaft bis zum Jahr 2011 umsetzen möchte. Die Veranstaltung wurde im Mozartjahr originell durch die Kinder der Rheinfels-Schule und die in historische Gewänder gekleideten Damen der St. Goarer Tanzgruppe „Die Amazonen“ charmant umrahmt.

Die Altstadtsanierung ist ein wichtiges Zukunftsprojekt

Die städtische Verschuldung mit zurzeit rund 1,3 Millionen Euro entspricht dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden. Dem steht ein Aktienguthaben innerhalb des EZV-Vorderhunsrück in Höhe von zurzeit rund 1,8 Millionen Euro gegenüber. Als nächstes Großprojekt nannte der Bürgermeister die Altstadtsanierung, zu der bereits in der kommenden Woche ein erster Planungsauftrag vergeben wird. Beschlossen sind der Ausbau innerörtlicher Straßen in St. Goar-Biebernheim und die Restaurierung der im Reusche Park befindlichen Stadtbefestigung. Die neue Buswartehalle an der Pfingstwiese in St. Goar-Werlau wird in den nächsten Wochen installiert.

Promenade gegenüber der Loreley

Der Ausbau der Wanderwege zu Themenpfaden erfolgt überwiegend in Eigenleistung und mit Sponsoring. In gleicher Weise wird die Neugestaltung des Dorfplatzes und des Spielplatzes in St. Goar-Biebernheim und die geplante Grillhütte in St. Goar-Werlau umgesetzt. Im kommenden Jahr wird durch eine Maßnahme des Landes Rheinland-Pfalz das Rheinufer entlang des Campingplatzes an der Loreley befestigt. Walter Mallmann: „Die von uns dazu geforderten Mittel werden wir, damit der Leinpfad zu einer Promenade wird, in den nächstjährigen Haushalt einstellen." Großes Lob erhielt VG-Bürgermeister Thomas Bungert für sein erfolgreiches Bemühen um die Renaturierung des Bastengeländes in St. Goar-Fellen und seine Bemühungen um eine noch größere Attraktivität des Rheingoldbades. Stadtbürgermeister Walter Mallmann wies auf die positive Entwicklung des Weinbaus im Gründelbachtal hin.

Bürgerhaus, Dorferneuerung und Umbau der Jugendherberge

Bis zum Jahr 2009 soll die alte Schule in St. Goar-Biebernheim zum Gemeindehaus umgebaut sein. In St. Goar-Werlau wird zurzeit darüber beraten, ob und in welcher Weise sich die Stadt um die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramms des Landes bemühen soll. Mit großem Beifall wurde die Aussage zur Standortsicherung und zum Weiterbetrieb der Jugendherberge und die Bemühungen von Landrat Bertram Fleck in dieser Sache aufgenommen. Der Umbau des in die Jahre gekommenen Hauses steht ab 2008 auf dem Plan.

Mittelfristige Perspektiven

Nachdem die umsichtige Förderung des sanften Tourismus mit dem Wanderwegeprogramm erfolgreich gelungen ist, gehen die Bemühungen um den Lückenschluss des linksrheinischen Radweges innerhalb der Ortsdurchfahrt weiter. Aber auch an die so genannten Wasserwanderer wird gedacht. Erste Behördengespräche über die Anlage eines „Marina Park St. Goar" an einem oder an beiden St. Goarer Rheinhäfen sind bereits geführt. Aber auch die schwierigen und von der Stadt alleine nicht zu lösenden Probleme „Bahnlärm" und „Hochwasser" stünden im Themenkatalog der St. Goarer Perspektiven